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Einigkeit der Gemeinde und Bibellehre.
Von Babylon zum Neuen Jerusalem.
Das Höhere Ziel.
Die Gemeinde.
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Die Gemeinde

 

Dies ist die Gemeinde

 

Von Alonzo T. Jones

 

 

Christliche Einigkeit

 

Unter all den christlichen Dingen war und ist die christliche Einigkeit seit jeher von größter Wichtigkeit.  

 

Während die christliche Einigkeit an sich von größter Bedeutung ist, ist es jedoch noch viel wichtiger, zu wissen, was darunter zu verstehen ist.

 

Aber nach christlicher Einigkeit zu verlangen, danach zu streben, und sich dafür einzusetzen, was eigentlich überhaupt keine christliche Einigkeit ist,  das ist eine überaus gefährliche Sache und ein enormer Verlust.

 

Und gerade in dieser Richtung ist sehr viel unternommen worden, und wird gerade jetzt sehr viel unternommen, als ein Teil der verschiedenen großen „Bewegungen“ in und durch die Kirchen, die sich jetzt geltend machen wollen.

 

Um zu erforschen, was christliche Einigkeit in Wirklichkeit bedeutet, ist es hilfreich, zuerst einmal ganz einfach zu studieren, was es nicht ist.

 

Eine der deutlichsten Äußerungen darüber, was es nicht ist, geht aus der folgenden, aber völlig falschen Aussage hervor, worin  erklärt wird, was es ist.

 

„Diese Einigkeit ist zweifach; sie umfaßt:

 

  1. „Einigkeit in der Lehre und dem Glauben, was nach weitverbreiteter Ansicht aller Gläubigen darin besteht, daß man allem zustimmt und all das glaubt, was die Kirche lehrt und ihnen vorschlägt, so wie es von Jesus Christus offenbart oder bestätigt wird.“

 

2.  „Einigkeit der Regierung, welche die Einigkeit der Glaubensgemeinschaft herstellt, und

     die darin besteht, daß alle Gläubigen sich ihren angesehenen Bischöfen  und besonders

     dem Papst in Rom unterwerfen, der das Oberhaupt der Kirche ist.“

 

Doch so vollkommen falsch und römisch das alles ist, nehmt einmal nur den Teil davon hinweg, der im Zusammenhang mit dem römischen Pontifex steht, und es bringt tatsächlich die Ansicht jeder religiösen Gemeinschaft oder Kirche in der Welt zum Ausdruck darüber, was sie unter christlicher Einigkeit versteht

 

Christliche Einigkeit ist jedoch etwas völlig anderes als all das, was oben beschrieben ist; und ist um so vieles höher, wie der Himmel höher als die Erde ist.

 

Christen auf Grund einer Lehre zu vereinigen, bedeutet nicht christliche Einigkeit.

 

Wenn Christen Übereinstimmung im Glauben haben, bedeutet das nicht christliche Einigkeit.

Vereinigung oder Übereinstimmung von Christen auf Grund einer Grundsatz-Erklärung oder eines Glaubensbekenntnisses, oder einer Lehre, oder bestimmter Prinzipien, bedeutet nicht christliche Einigkeit.

 

Vereinigung von Christen durch eine einmütige Zustimmung und Unterwerfung unter die Ordnung einer Kirchen-Organisation oder Kirchen-Regierung, bedeutet nicht christliche Einigkeit.

 

Einheit in Absichten und Zielen, oder christlichen Bemühungen, oder wenn Christen sich für eine Sache einsetzen, das bedeutet nicht christliche Einigkeit.

 

Freie und frohe brüderliche Verbindung von Christen bedeutet nicht christliche Einigkeit.

 

Christen mögen all diese Dinge in einer Zusammenfassung besitzen, und tatsächlich tun es sehr viele, und trotzdem gibt es unter ihnen überhaupt keine christliche Einigkeit.

 

Christliche Einigkeit ist viel mehr und viel höher als irgendeine Gesellschaft oder Kirche oder Vereinigung oder irgend ein Verband, Zusammenschluß  oder Rat, selbst all der Christen in der Welt, die sich auf Grund irgendeiner Absicht oder einer Grundsatz-Erklärung Vereinigung oder irgend einer Ursache oder in Unterwerfung unter eine Kirchen-Regierung zusammenschließen.

Und aus gutem Grund ist die christliche Einigkeit so wertvoll,  daß es sich lohnt, sie mehr als alle anderen Dinge, die es gibt, zu besitzen.

 

Darum kommt, und laßt uns herausfinden, was es wirklich im wahrsten und herrlichsten Sinne bedeutet, und dann laßt es uns besitzen in seiner ganzen Fülle.

 

 

 

Die Gemeinde Gottes

 

Bevor wir das Studium über die Gemeinde des lebendigen Gottes beginnen, sollte zuerst etwas ganz Wesentliches beachtet werden: und nicht nur zuerst, sondern zuerst und zuletzt und ständig. Dieser wichtige Punkt ist die Stellung des Heiligen Geistes.

 

In der letzten Broschüre über das vorausgegangene Studium „Das Höhere Ziel“ wurde berichtet, wie zu Beginn der Gründung der Gemeinde gemäß der neuen Ordnung, den elf Aposteln, die alle persönlich erwählt und berufen waren, und drei Jahre lang unterrichtet wurden, und vom Herrn selber ausersehen und beauftragt wurden, zu gehen und das Evangelium in aller Welt zu  predigen, es nicht erlaubt war, überhaupt irgendwohin zu gehen und zu predigen, bevor sie nicht mit der Kraft aus der Höhe durch die Taufe mit dem Heiligen Geist ausgerüstet waren. Und sie mußten in Jerusalem bleiben und auf jene Taufe warten.

 

Diese bestimmte Taufe geschah zu Pfingsten. Der Heilige Geist erfüllte seine Aufgabe, welches die wichtigste Aufgabe überhaupt war. Daraufhin predigten sie das Evangelium und das Werk ging voran. Und jenes Werk ging weiter, immer mit dem Heiligen Geist an dem für ihn vorgesehenen Platz. Und das war der erste Platz überhaupt und vor allen anderen Dingen, und durch alles und in allem. Dies ist Gottes Handlungsweise mit Seiner Gemeinde und in Seiner Gemeinde, und das muß auch unsere sein.

 

Laßt uns diese Handlungsweise des Herrn in und mit Seiner Gemeinde für einen kleinen Zeitraum zurückverfolgen, bevor Menschen sich widerrechtlich an die Stelle Gottes setzten, und bevor die Maschinerie die Stelle des Heiligen Geistes einnahm.

 

Das  zweite Kapitel der Apostelgeschichte berichtet über die Ausgießung des Heiligen Geistes über die Apostel, die Predigt des Petrus, in der er darlegt, daß dies die Erfüllung der Prophetie Joels war, daß Gott Seinen Heiligen Geist  „auf alles Fleisch“ ausgießen würde, und der Aufruf an alle erging, ihre Sünden zu bereuen und sich  taufen zu lassen, „so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.“ Apostelgesch. 2, 38.

 

Das dritte und vierte Kapitel berichtet über die Heilung des gelähmten Mannes am Eingang des Tempels, von der Predigt des Petrus zu der Menge, die versammelt war, und wie Petrus und Johannes von den Priestern und dem Hauptmann des Tempels und den Sadduzäern, die dem Hohen Rat angehörten, ergriffen und eingesperrt wurden, von der Verhandlung am nächsten Tag vor der großen Ratsversammlung, wo Petrus, erfüllt mit dem Heiligen Geist,

antwortete; und als sie freigelassen wurden, begaben sich die beiden Apostel zu ihren versammelten Brüdern hin, dort wo sie sich alle im Gebet vereinigt hatten: „.....und sie wurden alle des Heiligen Geistes voll.“  Apostelgesch. 4, 31.

 

Das fünfte Kapitel berichtet über Ananias‘ und Saphira’s List, als sie hinsichtlich des Verkaufs und der Gabe ihres Grundstücks dem Betrug zustimmten. Und hierin  „belogen sie den Heiligen Geist“ (Apg. 5, 3)  und  „versuchten den Geist des Herrn.“ (Apostelgesch. 5,9).

 

Die Folgen dieses Betruges zeigten sich sofort und waren tragisch. Danach wurden die Apostel alle von den Hohepriestern und dem Hohen Rat festgenommen, um wieder der Ratsversammlung vorgeführt zu werden. „Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Türen des Gefängnisses auf und führte sie heraus, und sprach: Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte des Lebens.“  Apostelgesch. 5, 19.20.

Und wieder wurden sie eingesperrt und vor den Hohen Rat gebracht „und alle Ältesten in Israel,“ wo Petrus und die anderen Apostel das Evangelium predigten und erklärten: „Wir sind Zeugen dieser Geschichten, und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen.“  Apostelgesch. 5, 32.

 

Das sechste und siebente Kapitel berichtet von der Erwählung der Männer, die „einen guten Ruf haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind „die die Pflichten des täglichen Dienstes übernehmen“, und von Stephanus, „ein Mann voll Glaubens und des Heiligen Geistes“, wie er mit glänzendem Angesicht vor dem Hohen Rat sprach „und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht“,  „er aber voll Heiligen Geistes sah auf  zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesus stehen zur Rechten Gottes.“  

Apostelgesch. 6, 15;  7, 55.

 

Das achte Kapitel berichtet über die Predigt des Philippus in Samarien, und wie sie „den Heiligen Geist“ empfingen, und von „dem Engel des Herrn“, der zu Philippus redete, er solle nach Süden auf die Straße gehen, die von Jerusalem hinabgeht nach Gaza, wo er bei seiner Ankunft einen Mann treffen würde, der gerade in einer Kutsche vorüber fahren  und das Buch Jesaja lesen würde, welches wir heute im dreiundfünfzigsten Kapitel des Buches Jesaja finden. „Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen!“

„Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Wort der Schrift an und  predigte ihm das Evengelium von Jesus.“ Der Mann glaubte und wurde getauft, „und zog seine Straße fröhlich.“ „Der Geist des Herrn entrückte den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr.“  Apostelgesch. 8, 29.35.37.39.

 

Das neunte Kapitel berichtet von dem Verfolgungseifer des wütenden Saulus, und seiner Bekehrung durch die persönliche Erscheinung des Herrn Jesus, und wie er „mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde“, als Ananias ihm die Hände auflegte, der aus diesem Grund durch den Herrn Jesus, „in einem Gesicht“ zu ihm gesandt worden war, von den Gemeinden, „die in der Furcht des Herrn wandelten, und dem Beistand des Heiligen Geistes,“ und wie Tabea von den Toten auferweckt wurde.

 

Das zehnte Kapitel berichtet von „einem Engel Gottes“, der in einem Gesicht zu Kornelius spricht und ihn auffordert, Männer nach Joppe zu senden, um Petrus zu ihm zu bringen, von einem Gesicht, das Petrus gegeben wurde, um ihn auf die Ankunft der Männer vorzubereiten, von dem Geist, der Petrus erklärte, daß die Männer ihn suchten, und daß er mit ihnen gehen solle. Es berichtet weiter, daß er mit ihnen ging und in dem Hause von Kornelius predigte, und daß der Heilige Geist auf alle fiel, die der Rede zuhörten.

 

Das elfte Kapitel berichtet noch einmal von der vorausgegangenen Erfahrung, die Petrus den Pharisäern in Jerusalem berichtet, die sich mit ihm über das, was geschehen war, stritten; von dem Predigen des Evangeliums an die Heiden in Antiochien, und daß Barnabas dorthin gesandt wurde, „Denn er war ein guter Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens.“

 

Das zwölfte Kapitel berichtet darüber, wie Petrus durch den Engel des Herrn aus dem Gefängnis befreit wurde, und von dem Tod des Herodes, der durch den Engel des Herrn heimgesucht worden war.

 

Kapitel dreizehn und vierzehn berichten über den Heiligen Geist, der zu der Gemeinde in Antiochien spricht: „Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe,“ und  „daß sie ausgesandt wurden vom Heiligen Geist“,  von Saulus, „voll Heiligen Geistes“, der den widerstrebenden Zauberer zurechtwies, von der Predigt des Evangeliums in Antiochien im Lande Pisidien, und von den Jüngern, die „voll Freude und Heiligen Geistes wurden“.

 

Das fünfzehnte Kapitel berichtet von der Entscheidung durch den Heiligen Geist  bei dem Streit darüber, ob die Beschneidung und das Halten des Gesetzes zur Erlösung notwendig seien, und daß ein Schreiben nach Antiochien gesandt wurde, in dem stand: „Denn beschlossen haben der Heilige Geist und wir.“

 

Das sechzehnte Kapitel sagt uns,  daß Paulus, ein Apostel, und Silas, ein Prophet, „vom Heiligen Geist gewehrt ward, das Wort in der Landschaft Asien zu predigen“, und bei dem Versuch, nach Bithynien zu reisen, „ließ der Geist Jesu es ihnen nicht zu.“ Und als sie weiterreisten, kamen sie hinab nach Troas, wo Paulus in der Nacht  ein Gesicht erschien, in dem  ein Mann aus Mazedonien sie zu sich rief. Und Kapitel siebzehn und achtzehn berichten von ihrer Erfahrung dort und in Griechenland.

 

Kapitel neunzehn berichtet, daß Paulus in Ephesus „etliche Jünger“ fand, die er  fragte: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?“  Sie antworteten: „Wir haben noch nie gehört, daß ein Heiliger Geist ist.“ „Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr dann getauft?“ „Sie sprachen: Auf des Johannes Taufe.“ Daraufhin predigte ihnen Paulus von Christus, und sie „ließen sich taufen in dem Namen des Herrn Jesus. Und da Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten.“

 

In dem zwanzigsten Kapitel lesen wir, daß Paulus auf dem Weg nach Jerusalem ist. Aber von Milet sandte er nach Ephesus und ließ rufen die Ältesten von der Gemeinde. Und in den Worten, die er an sie richtete, heißt es: „.....nur daß der Heilige Geist in allen Städten mir bezeugt und spricht, Gefängnis und Trübsale warten mein“, und „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der Heilige Geist gesetzt hat zu Aufsehern (nach dem Englischen), zu weiden die Gemeinde Gottes.“

 

In dem einundzwanzigsten Kapitel, als Paulus nach Tyrus kam,  „sagten die Jünger zu ihm durch den Geist, er sollte nicht hinauf nach Jerusalem ziehen“; und als er nach Cäsarea kam, begegnete ihm der Prophet Agabus, „und er nahm den Gürtel des Paulus und band sich die Füße und Hände und sprach:  Das sagt der Heilige Geist: Den Mann, des der Gürtel ist, werden die Juden so binden zu Jerusalem  und überantworten in der Heiden Hände.“

 

Er ging hinauf nach Jerusalem, und beginnend mit dem einundzwanzigsten Kapitel bis hin zum Ende des Buches, gibt es eine der auffallendsten Ketten der direkten Vorsehung Gottes und Seines des Wirkens, die es überhaupt jemals in der Welt gab. Und die letzten Worte des Paulus in dem Buch beginnen mit den großen Charakteristiken der Wahrheit und des Buches,  „Sehr recht hat der Heilige Geist gesagt durch den Propheten Jesaja zu euren Vätern........“ usw.

 

Nur aus diesem bloßen Umriß der Apostelgeschichte geht es vollkommen deutlich hervor, daß die eine Sache, die klar  und deutlich und herausragend über allen anderen Dingen in dem ganzen Buch und durch des ganze Buch hindurch steht, die ist, daß der Heilige Geist damals das große Oberhaupt, die regierende und leitende  Persönlichkeit in der Gemeinde und von der Gemeinde war.

 

Und nach jener großen  Sache, bleibt  die ganze Zeit über klar und deutlich und herausragend die ganze herrliche und übereinstimmende Wahrheit bestehen, daß die Christen damals ständig jene Oberhoheit und Regierung und Leitung des Heiligen Geistes anerkannten und sich ihr mit Freuden hingaben. Überall wird ER als Erster anerkannt. Er  wird als Erstes in Betracht gezogen, und als der Erste. Wenn sie das nicht getan hätten, könnte der Bericht nicht das gewesen sein, was er ist; denn dann wäre die Erfahrung nicht die gewesen, die sie war.

 

Wenn Christen wieder die Oberhoheit und Regierung und Leitung des Heiligen Geistes über sich persönlich und in sich selbst, und über alle Dinge in und für die Gemeinde so anerkennen, und sich ihr hingeben, dann wird die Erfahrung einzelner Glieder der Gemeinde wieder bestätigen, das sie das ist was sie ganz am Anfang war; denn ER ist derselbe gestern, heute und in alle Ewigkeit.

 

Nur darin besteht die rechtmäßige Stellung des Heiligen Geistes in  einzelnen Personen und in der Gemeinde; und für IHN ist es nur notwendig, daß Christen IHM diese Stellung zugestehen, und Ihn an jenem Platz anerkennen, um sich ganz als DER zu erweisen, der ER immer war, an dem Platz, der letzten Endes und im Grunde genommen IHM gehört.

 

So steht das Amt des Heiligen Geistes in allen Angelegenheiten der Gemeinde und für die Gemeinde und in der Gemeinde an erster Stelle. Es kann kein Schritt unternommen werden, und nichts kann in der richtigen Weise getan werden, bevor nicht dem Heiligen Geist Sein rechtmäßiger Platz eingeräumt wird.

 

Und dies muß jetzt mit uns so sein, wenn wir das größte aller Themen studieren  –  Die Gemeinde des lebendigen Gottes. Denn es ist die Wahrheit, daß „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat  und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.

Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.“ 1.Korinther 2, 9.10.

 

 

 

Gemeinde-Organisation (1)

 

Der Herausgeber eines  Gemeindeblattes legt dar, was eine starke Ermutigung für die „Organisation“ der Glieder der „Gemeinde Gottes“ sein soll.

 

Es lohnt sich, diese Darlegung zu studieren; besonders sollten es die Leute tun, an die es ganz speziell gerichtet ist. Es beginnt folgendermaßen:

 

„Organisation ist eines der großen und fundamentalen Gesetze  des Universums Gottes. Der all-weise Schöpfer hat dies an allen Enden demonstriert, und es ist in Seiner gesamten Schöpfung deutlich zu erkennen als ein lebendiges Zeugnis der Kraft und der Erfüllung einer bestimmten Absicht auf der Erde.“

 

„Die Bäume des Waldes, und die Tiere auf dem Felde sind jedes für sich einer bestimmten und wunderbaren Organisation unterstellt: unterschiedliche Wesen, bestehend aus vielen Organen, die alle in Harmonie im Organismus zusammenwirken,  die fortwährend das Leben, die Entwicklung und das Wachstum, ihrer jeweiligen Art entsprechend, sichern.“

 

„Der menschliche Körper ist ein wunderbar organisierter Organismus, alle einzelnen Glieder wirken zusammen, als wären sie eins; alle haben das gleiche und das höchste Ziel, die eigene Existenz für immer zu erhalten,“ usw........

 

Und ...... und  aber ...... Wer ist der Organisator all dieser einzelnen und gesamten wunderbaren Organismen?

 

Wer erschafft die verschiedenen Bäume des Waldes, wer ruft jedes einzelne Tier auf dem Feld ins Leben und wer hat den Körper eines jeden Menschen erschaffen?

 

Ist nicht dieser Schöpfer in jedem Fall und in allen Fällen wirklich Gott und nur Gott allein, durch Seinen Geist?

 

Wer wußte jemals etwas über die Äste eines Baumes oder wer hat sie geplant bei der Erschaffung eines Baumes? Oder wer hat die Körperglieder eines Tieres erdacht, als er jenes Tier erschuf? Oder wer hat die Gliedmaßen irgendeines menschlichen Körpers ersonnen bei ihrer Erschaffung? Es gab niemals irgend etwas von der Art, und es konnte niemals irgend etwas von der Art geben.

 

So geht es hier nicht um die Frage der Erschaffung, sondern wer ist der Schöpfer? Die einzige Frage ist immer und in jedem Fall: Wessen Schöpfung ist es? Wer ist in Wirklichkeit und ursprünglich der Erschaffer, und wer soll das Erschaffen fortsetzen, und wessen Schöpfung soll es sein?

 

Der menschliche Körper ist tatsächlich ein wunderbarer Organismus. Der Psalmist sagt: „Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl.“ Psalm 139,14.  Und von Gott allein gemacht, durch Christus und durch Seinen Geist.  1.Mose 1,26.27.  Hiob 33,4.

 

Nicht all die einzelnen Gemeinschaftschristen und all die Delegierten und all die Prediger und all die Bischöfe und all die Konferenzen und all die Ratsversammlungen, die es jemals in der Welt gegeben hat, alle auf einmal zusammengenommen, könnten den menschlichen Körper erschaffen. Sie würden und könnten nicht wissen, wie auch nur der erste Schritt gemacht würde, oder womit man anfangen sollte zu planen in der Richtung. Es ist alles unendlich jenseits all ihrer Reichweite, und hat nur Bestand innerhalb des Bereiches und Begriffsvermögens Gottes. Und wer es jemals unternehmen will, der muß Gott gleich sein, und ein Gott über Gott sein.

 

So geht es hierin nicht um irgendeine Frage der Organisation. Die einzige Frage lautet: Wer ist der Schöpfer und wessen Schöpfung ist es?

 

Nun kommen wir zum göttlichen Leib – „der Leib Christi, welches ist die Gemeinde“ – ist ein viel  herrlicherer Organismus als der menschliche Körper; um so viel großartiger wie das zutiefst Geistliche großartiger ist als das menschliche und natürliche. Und ganz einfach könnte niemand außer Gott durch Christus und Seinen Geist möglicherweise den göttlichen und den geistlichen Leib erschaffen, welcher die Gemeinde ist. Und genauso ist es, daß jemand, der es in die Hand nehmen würde, diesen Leib zu organisieren, um so mehr Gott gleich sein müßte und über Gott stehen.

 

Und genau hier ist der Punkt, wo die Schrift den Einen,  der zuerst daran gedacht und es auch ausgeführt hat, einordnet: „.....der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich setzt in den Tempel Gottes und vorgibt, er sei Gott.“  2.Thess. 2, 4.  Das ist keine sichere Grundlage für einen Christen.

 

Und dennoch geht es hier nicht um irgend eine Frage der Organisation. Die einzig wahre Ursache des Streitpunkts liegt in der Frage: Wer ist der Schöpfer, und wer soll der Schöpfer sein?  Und wessen Organisation ist es und soll es sein?

 

Wenn  die Glieder des Leibes den Leib organisieren wollen, um einen vollkommen organisierten Leib zu haben, müssen sie  notwendigerweise ebenso für ein Haupt sorgen, wie auch für jeden anderen Teil des Körpers. Wenn sie deshalb „den Leib Christi, welcher die Gemeinde ist, organisieren wollen,“, müssen sie einen Führer aus der Körperschaft  und für die Körperschaft wählen.

 

Aber Christus ist das Haupt jenes wahren Leibes, der Gemeinde. Und wollen irgendwelche dieser „Organisatoren“ zum Ausdruck bringen, daß sie Christus als das Haupt des Leibes „aufstellen“ werden, den sie geplant haben?

 

Oh, nein! Das natürlich nicht! Er ist ja schon aufgestellt in Gottes Organisation. Christus ist das unsichtbare Haupt. Wir „planen“ mit „einem sichtbaren Haupt“  und „planen“ nur „ein sichtbares Haupt“.

 

Und das ist alles, was die römische Kirche seit jeher beansprucht hat.

 

Und alles, worin die römische Kirche besteht oder jemals bestanden hat, findet sich in jener Theorie.

 

Ja, „die Bäume des Waldes, und die Tiere auf dem Felde sind jedes für sich einer bestimmten und wunderbaren Organisation unterstellt.“ Und der Herr nennt Seine wahren Kinder „Bäume“ – „Bäume der Gerechtigkeit, Pflanzen des Herrn zum Preise.“   Jesaja 61,3.

 

Und obgleich es stimmt, wie vorher erklärt wurde, daß es solch eine Sache niemals gegeben hat, daß die Zweige welchen Baumes auch immer, sich daranmachen, den Baum zu organisieren. Nichtsdestoweniger traurig zu sagen. Es ist auch wahr, daß es einmal vorkam, daß die Bäume selbst  eigentlich so etwas Unsinniges taten, sich selbst zu organisieren zu geplanter „Harmonie und Anordnung“, um darin „zusammen zu arbeiten“. Der Bericht lautet wie folgt:

 

„Die Bäume gingen hin, daß sie einen König über sich salbten, und sprachen zum Ölbaum: Sei unser König.

 

Aber der Ölbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die beide, Götter und Menschen, an mir preisen, und hingehen, daß ich schwebe über den Bäumen?

 

Da sprachen die Bäume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser König!

 

Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Süßigkeit und gute Frucht lassen und hingehen, daß ich über den Bäumen schwebe?

 

Da sprachen die Bäume zum Weinstock: Komm du und sei unser König!

 

Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der Götter  und Menschen fröhlich macht, und hingehen, daß ich über den Bäumen schwebe?

 

Da sprachen alle Bäume zum Dornbusch. Komm du und sei unser König!

 

Und der Dornbusch sprach zu den Bäumen:  Ist’s wahr, daß ihr mich zum König salbt über euch, so kommt und vertraut euch unter meinen Schatten; wo nicht, so gehe Feuer aus dem Dornbusch und verzehre die Zedern Libanons.“  Richter 9, 8-15.

 

Hat sich jemand stets mit Sicherheit oder Vertrauen in den Schatten eines Dornbusches gesetzt? Daß sie jedoch gerade dies tun, oder andernfalls verbrennen, waren die einzigen Bedingungen bei dem Handel. Das heißt, sie mußten sich selbst in eine Ordnung fügen, wo sie sicher gestochen würden . Und wenn sie das aber ablehnten, dann würden sie mit Sicherheit verbrennen.

 

Und sie waren so von der Vorstellung ihrer eigenen  „Organisation“ eingenommen, anstatt von Gottes Organisation, daß sie sich vorsätzlich auf  jene unvernünftige  Vereinbarung einließen. Sie setzten jenen Dornenkönig über sich, wenn doch mit vollem Recht und aller nüchternen Betrachtung Gott der wahre König für sie war. Sie lehnten Gott ab und wählten den Dornbusch; und damit lehnten sie Gottes Organisation (Ordnung) ab, und bildeten ein Gerüst nach ihrem eigenen Ermessen, „wie alle anderen Völker“, und sie nannten es „Organisation“ oder „Vereinigung“.

 

Sie baten Gideon und seinen Sohn und Enkelsohn, über sie zu regieren. Gideon jedoch antwortete prompt: „Ich will nicht Herr sein über euch, und mein Sohn soll auch nicht Herr  über euch sein, sondern der Herr soll Herr über euch sein.“  Richter 8, 23.

 

Gideon hatte jedoch einen zügellosen Sohn mit Namen Abimelech; und nachdem Gideon gestorben war, tötete dieser neunundsechzig Söhne Gideons – alle, außer einem – und wurde von den Einwohnern Sichems und dem Hause Millo zum König  erklärt. Und  nach drei Jahren herrschte Unzufriedenheit, und Streit kam auf, der damit endete, daß Abimelech und seine Männer alle Einwohner Sichems und des Hauses Millo erschlugen und die Stadt Sichem vollkommen zerstörten. Als nächstes wurde er selber getötet.

 

Doch trotz dieses schrecklichen Ausgangs konnten sie sich hinsichtlich ihrer „Organisations-Bemühungen“ nach beiden Seiten hin, immer noch nicht von den Wunsch loßreißen, einen König haben zu wollen. Und in den Tagen Samuels  wurde erneut das Verlangen öffentlich zum Ausdruck gebracht.  „So setze nun einen König über uns, der uns richte, wie alle Heiden haben.“  1.Samuel 8, 5.

 

Feierlich erhob der Herr durch Samuel Einspruch gegen all das, und Er zeigte ihnen die Nachteile davon auf, und machte ihnen klar, wie ihr König und ihr Königreich und ihre „Organisation“ sie unterdrücken würden. Doch sie wollten nicht hören, und  beharrten immer noch darauf: „Mitnichten, sondern es soll ein König über uns sein!“ 1.Samuel 8, 19.

 

Der Herr überließ sie ihren eigenen Wegen und unnachgiebigen Wünschen. Aber er sagte: „.....denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, daß ich nicht soll König über sie sein.“ 1.Samuel 8, 7.

 

Sie verwarfen Gott, um „allen anderen Nationen gleich zu sein“. Und sehr schnell wurden sie „wie all die Völker“, die Gott ablehnten. Schließlich trafen sie die unwiderrufliche Entscheidung und besiegelten ihr Schicksal mit dem leidenschaftlichen und  furchtbaren Ausruf: "Wir haben keinen König denn den Kaiser.“  Joh.19, 15.

 

Was bedeutet dies alles? Ist darin irgend eine Warnung  oder irgend eine Lektion für Gottes Volk für diese oder eine andere Zeit enthalten? Oder ist es wahr, daß jener Teil des Wortes Gottes bedeutungslos und veraltet ist und keine Gültigkeit mehr hat?

 

Wo gibt es im Prinzip irgend einen Unterschied zwischen damals, als sie nach einem König verlangten, um „wie alle anderen Völker“ zu sein, und jetzt, wo der gleiche Ruf nach einem König zu hören ist, damit sie wie all die anderen Kirchen seien.

 

 

Gemeinde-Organisation (2)

 

Unter denen, die sich „Gemeinde-Organisation“ nennen, hat es niemals ein System gegeben,  das sich selbst nicht als so grausam wie der Teufel herausgestellt hat.

 

Die Theorie ist, daß solche „Gemeinde“, die die wahre Gemeinde-Organisation besitzt, auch „die wahre Gemeinde“ ist. In dieser Gemeinde zu sein, bedeutet die Sicherheit ewiger Erlösung, und von ihr getrennt zu sein, ist die Garantie für den Verlust des ewigen Lebens.

 

Dann ist es gewiß, daß in der wahren christlichen Gemeinde einzig und allein der wahre christliche Geist vorhanden sein muß, und nur  dieser Geist ist  vorherrschend.

 

Ohne dies ist es unmöglich, daß irgend eine Gemeinde aufrichtig sein kann, und noch viel weniger die wahre Gemeinde sein kann. Was ist denn aber der wahre und unverfälschte christliche Geist?

 

Zuerst einmal ist es allein der Heilige Geist Gottes; denn der Herr hätte es nicht zugelassen, daß Seine von Ihm selbst erwählten, berufenen und beauftragten Apostel auch nur eine einzige Bewegung in Richtung „Gemeinde-Angelegenheiten“ machen würden, wenn sie nicht „mit dem Heiligen Geist getauft“ worden wären.  Lukas 24, 49;  Apostelgesch.1, 4-5.

 

Und die unausweichliche „Frucht“ hiervon ist „Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Glaube, Sanftmut, Mäßigkeit“, und „Freiheit“, denn „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ –  Freiheit im Denken, Freiheit in der Rede und Freiheit im Handeln.

Galater 5, 22;  2.Kor.3, 17.

 

Dies ist der christliche Geist. Und dies ist der Geist, der regiert, und der in jeder Gemeinde, die christlich ist, offenbart wird. Und die Offenbarung dieses Geistes wird zweifellos gekennzeichnet als – „Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste lauter, danach friedsam, gelinde, läßt sich etwas sagen, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ohne Heuchelei.“ Jakobus 3, 17.

 

Nun ersinnen und gründen ein Mann oder zwei, drei oder mehrere Männer in der sogenannten „Gemeinde-Organisation“ einen Organisations-Plan, und überreden Menschen dazu, ihn zu akzeptieren und sich ihm unterzuordnen, was in Wirklichkeit bedeutet, sich der Regierung solcher Menschen zu unterwerfen, die die „Ämter“ innehaben und damit „die Schlüssel“ besitzen, um den Himmel zu öffnen oder zu verschließen.

 

Und wenn die „Organisation“ fertiggestellt und „betriebsfähig“ ist, dann  wird von jedem  Mitglied, das sich nicht in Übereinstimmung mit dem Willen und Wirken der oberen Amtsinhaber befindet, verlangt, sich anzupassen. Und wenn aus Gehorsam zu Christus in Seinem Geist und Seiner Wahrheit, oder in seiner christlichen Freiheit zu denken und zu reden und zu handeln, er sich nicht unterwirft, wird er aus der „Organisation“ ausgeschieden und wird von der „Gemeinde“ und den „Brüdern“ verbannt und nicht mehr anerkannt, und ist auf diese Weise vollkommen ausgeschlossen aus der „Gemeinde“.  Wenn irgendwelche der Brüder sich über den Ausschluß des christlichen Bruders hinwegsetzen, und mit ihm Gemeinschaft haben und ihn bei sich zu Hause empfangen, dann wird augenblicklich Verdacht gegen sie gehegt, und sie müssen „im Auge behalten werden“. Stellt sich dies nicht als verbessernd heraus, dann müssen auch sie ausgeschlossen werden. Und in der Theorie bedeutet der Ausschluß aus jener „Gemeinde“ der Verlust des ewigen Lebens!

 

Das bedeutet letztendlich, wenn eine Person mit einem Mann oder einigen Männern, die „die Gemeinde vertreten“, nicht übereinstimmt, daß jene Person, durch diese Männer in ihrem Amt als „Repräsentant der Gemeinde“, und damit  in ihrer „Stellvertretung Gottes“, vorsätzlich des ewigen Lebens beraubt wird!!!

 

Nun, kann der Teufel persönlich grausamer sein als in so einem Fall – solch eine Strafe wie jene einem solchen „Angreifer“ aufzuerlegen, der in Wirklichkeit gar kein Angreifer ist, und sich weder gegen Gott noch gegen Menschen vergangen hat? Ewiger Tod für mangelnde Übereinstimmung mit einem Menschen!

 

Doch, um es kurz zu sagen, das ist genau die Entwicklung in der ersten derartigen  „Gemeinde-Organisation“ und ihr Verlauf – die falsche Katholische Kirche – und die Entwicklung  jeder anderen Struktur, die „Gemeinde-Organisation“ oder „Kirchen-Vereinigung“ oder dergleichen genannt wird.

 

Die römische „Organisation“ ist stolz darauf, und sie rühmt sich dessen als Beweis ihrer Göttlichkeit.

 

Andere verwerfen jene „Gemeinde“ mit ihrer „Organisation“ als „den Menschen der Sünde“,

als „das Geheimnis der Bosheit“, „den Sohn des Verderbens“ und „das Tier“; und sie gründen trotzdem selber nach den gleichen Grundsätzen und nach dem gleichen Muster ihre eigene  Gemeinde; und indem sie das tun, wiederholen sie dieselbe Sache.

 

Einige dieser anderen besitzen in der Tat genug Urteilsvermögen, um die Ungeheuerlichkeit   dessen zu erkennen, und sie haben genug Gewissensbisse, um zu versuchen, sich mit der Behauptung zu entziehen, daß es in ihrem Fall für den einen Hinausgeworfenen  nicht den Verlust des ewigen Lebens bedeutet.  Es ist jedoch nur seine Trennung von der „Vereinigung“ und von ihrer „Gemeinschaft“; denn „wir glauben ja an religiöse Freiheit!

 

Das ist jedoch eine Ausrede und eine Verschleierung! Denn wenn das wahr wäre, müßten sie ganz einfach zugeben, daß ihre „Vereinigung“ und „Gemeinschaft“ nicht die wahre Gemeinde ist, sondern nichts anderes als nur irgendein Club. Doch sie beabsichtigen nicht irgend etwas dieser Art. Sie haben nicht vor, auch nur ein Jota der Behauptung wegzulassen, daß ihre Gemeinde wirklich  die wahre Gemeinde ist mit allem, was dies einschließt oder nach sich zieht; daß, ein Mitglied in ihr zu sein, „ewiges Leben“ bedeutet, und daß, getrennt von ihr zu sein, „ewiger Tod“ bedeutet.

 

Und auf Grund dieser Behauptung kommt es, daß sie ihre Macht über Menschen aufrecht erhalten. Denkt irgend jemand auch nur für einen Augenblick daran, daß auch nur einer dieser Leute es einen Moment lang aushalten würde, was sie dort wirklich aushalten, oder in Ehrfurcht vor jener „Kirchen“-Autorität oder Macht stünden, wenn es ihnen klar wäre, daß alles, was die „Organisation“ und „Vereinigung“ ausmacht,  nichts anderes ist als eine rein menschliche Vereinigung oder ein Club?

 

Doch wirklich und wahrhaftig ist es in der Auswirkung  tatsächlich genau das! Es ist nur der Aberglaube, daß auf gewisse geheimnisvolle und unaussprechliche Weise die Bürokratie und die Hierarchie der „Vereinigung“  von einer  geistlichen Macht besessen sind, die den Seelenzustand der Menschen Gott gegenüber beeinflussen. Es ist nur dieser Aberglaube, der die Menschen veranlaßt, gegen ihre eigene Überzeugung und gegen ihren eigenen gesunden Menschenverstand in Bezug auf Gerechtigkeit, die Verhaltensweise der „Gemeinde“ oder „Kirche“ auf mancherlei verschiedene Art und Weise auszuhalten und zu billigen.

 

Was anderes als Aberglaube könnte es sein, das Menschen zu dem Gedanken veranlaßt, daß einige Männer  in der „Gemeinde“, indem sie von anderen Menschen gewählt werden oder sich selbst erwählen, Teilhaber oder Besitzer  geistlicher Amtsgewalt oder Machtbefugnis sind, denen sich all die anderen Leute, die zur „Gemeinde“ gehören, bedingungslos  unterwerfen müssen, oder Gott sich sonst von ihnen abwendet?

 

Das ist ganz genau das Prinzip und der Aberglaube von der Unfehlbarkeit des Papstes.

 

Der Papst wird von den Kardinälen gewählt, aus ihren eigenen Reihen, oder er wählt sich selbst. Kein Kardinal besitzt auch nur ein Fünkchen Unfehlbarkeit, oder behauptet es, dies zu besitzen. Doch wenn diese Kardinäle, die nichts dergleichen haben, jemanden aus ihren eigenen Reihen erwählen, der nichts davon besitzt, und der dann auf diese Weise das Amt und den Sitz des Papstes einnimmt, dann besitzt er ganz plötzlich vollkommene Unfehlbarkeit!!!

 

Wie erhält er diese Unfehlbarkeit? Woher kommt sie? Oh, sie kommt von dem Amt, von dem Sitz natürlich! Denn nur, wenn er ex-cathedra spricht, das heißt „von dem Thron“ , dann ist er unfehlbar.

 

Und jedes andere Beamtentum in einer  “Kirchen-Vereinigung“ hat die gleichen Kennzeichen und den gleichen Aberglauben.

 

 

 

Welches ist die wahre Gemeinde?

 

Eine der wichtigsten Fragen heutzutage ist: Was ist die Gemeinde?

 

Und dies ist die allerwichtigste Frage, die es jemals geben könnte, zu welcher Zeit auch immer.

 

Jeder weiß, daß es so viele Dinge gibt, von denen behauptet wird, es sei nicht nur eine Gemeinde, sondern „Die Gemeinde“, so daß sich jeder ständig zwangsweise nicht nur fragen muß,  welches  ist die wahre Gemeinde, sondern was  ist die wahre Gemeinde?

 

Jede von ihnen behauptet und macht geltend, daß sie die wahre Gemeinde sei, und doch, in so vielen Dingen, und auf so vielerlei Art und Weise sind sie alle so weit entfernt von dem, was wirklich christlich ist, so daß ihre eigenen Glieder ebenso wie andere Leute sich fortwährend  die Frage stellen müssen: „Ist das die wahre Gemeinde?

 

Sie alle, außer der anfänglichen, sind vollkommen sicher, daß die zuerst Dagewesene  nicht die wahre Gemeinde oder Kirche ist. Während jene anfängliche genauso davon überzeugt ist, daß sie die einzig wahre Gemeinde ist.

 

Und wenn die anfängliche, die älteste unter ihnen allen, die eine ist, die den Vorteil hat, am längsten zu existieren, und die meisten Erfahrungen zu besitzen,  wenn sie diejenige ist, die den Vorteil „der Originalität und beharrlichen Anteilnahme von Staatsmännern durch  vierzig Generationen“ hindurch besessen hat, die sie zum „höchsten Meisterwerk menschlicher Weisheit“ aufgerichtet haben, – wenn jene unter allen nicht die wahre Gemeinde ist, wie kann dann irgend eine andere von ihnen die Wahre sein?

 

Oder im Namen all der anderen müßte es nicht das anerkannte Prinzip dieser Angelegenheit sein, daß die anfängliche Gemeinde, die die meisten Erfahrungen  von allen hat, die schlimmste von ihnen allen ist und ganz sicher sein wird?

 

Wenn dies das Prinzip der Angelegenheit ist, ist es dann nicht unvermeidlich, daß, wenn  jeder anderen Gemeinde oder all den anderen Gemeinden genügend Zeit und Erfahrung gegeben wird, sie genauso sicher den gleichen Weg gehen werden?

Und wird  nicht innerhalb  der gleichen Zeitdauer jede einzelne genauso schlimm wie die erste sein?

 

Und wenn das nicht das Prinzip der Angelegenheit wäre, wenn nicht  Alter und Erfahrung aus der anfänglichen Gemeinde die schlimmste von allen gemacht hätten, welchen Grund haben dann all die anderen oder einige der anderen, außer der ersten, überhaupt zu existieren?

 

Diesem unvermeidlichen Dilemma sollte man aus dem Wege gehen,  mit dem Appell, sich unabänderlich zu eigen  zu machen, daß: die Schwierigkeit nicht in oder bei dem Prinzip liegt; denn das Prinzip ist richtig; sondern die Schwierigkeit liegt in der Anwendung des Prinzips. Also es liegt nicht am Prinzip, sondern an den Menschen!

 

Doch das ist nicht irgend eine Fluchtmethode. Denn die Anwendung des Prinzips geschah immer durch Menschen und muß immer durch Menschen geschehen. Und diese Menschen waren schon immer einfach Menschen – schlichte menschliche Wesen – wie alle anderen Menschen. Immer wird und muß jenes Prinzip von Menschen angenommen werden – von ganz einfachen menschlichen Wesen –  die so wie alle anderen Menschen sind.

 

Noch mehr als dies: das ist  genau die Begründung jener anfänglichen Gemeinde unter denen, die den Anspruch erheben. Gegen all die Niederträchtigkeit der römischen Kirche, gegen die ganze Art und Weise ist Einspruch erhoben worden durch die Glieder jener Kirche, innerhalb

jener Kirche. Die Greuel der Bosheit, die in und von jener Kirche begangen wurden, sind selbst von den Obersten jener Kirche – Bischöfen, Erzbischöfen, sogar Kardinälen – und wen es noch an orthodoxen Gliedern jener Kirche gab – niedergeschrieben, mißbilligt und heftig kritisiert worden; denn sie waren der Ansicht, daß die Bosheiten weder von der Kirche noch durch die Kirche begangen wurden, sondern von den Menschen, und nur durch die Menschen, die für die Angelegenheiten der Kirche zuständig waren.

 

Lange vor der Reformation hatten Menschen in jener Kirche härtere Dinge über den Papst und über die Art des Verhaltens jener Kirche ausgesprochen, als es die Reformer jemals getan hatten: Doch diese waren nach wie vor der Ansicht, daß es immer noch und für alle Zeiten die einzig wahre Kirche sei.

 

Ende des 1. Teils

 

Der Standard-Analytiker jener Kirche, Kardinal Baronius persönlich, äußerte sich über das Papsttum des zehnten Jahrhunderts wie folgt:

 

„In diesem Jahrhundert   war der Greuel der Verwüstung im Tempel des Herrn zu erkennen: und den Bischofssitz des Heiligen Petrus, von Engeln verehrt, nahmen die schlimmsten Menschen ein; es waren Ungeheuer, nicht Bischöfe.“

 

Und Bischof Robert von Lincoln, in England, der sich in der unmittelbaren Gegenwart des Papstes Innocent IV und seinen Kardinälen befand, sprach ihnen gegenüber im Jahre 1250 n.Chr. sehr deutlich aus:

 

„Die Geistlichkeit ist eine Quelle der Verunreinigung auf der ganzen Welt: Sie sind Antichristen und Teufel, die sich als Engel des Lichts verstellen, die aus der Stätte  des Gebets eine Räuberhöhle machen: Und die römische Kurie (d.h. Sitz der päpstlichen Regierung) ist die Quelle all der Schlechtigkeit, die hinsichtlich des Christentums Schande über die Priesterschaft bringt.“

 

Heftig kritisierten sie die Männer und die Aktivitäten der Männer, selbst der Päpste und des päpstlichen Hofstaates, und trotzdem entschuldigten sie „die Kirche“ und setzten sich für sie ein  –  für die Maschinerie  –  allein dadurch erhielten die Männer ihre Macht und ihre Gelegenheit.

 

Sie verdammten die üblen Praktiken, rechtfertigten jedoch das System, durch das allein es möglich war, daß diese Praktiken nicht nur unablässig fortgesetzt werden konnten, sondern sogar existieren  konnten.

 

Kirchenmänner waren böse; aber „die Kirche“, deren Mitglieder und jene Kirchenmänner,  die das Wesen der Kirche im besonderen widerspiegelten, war „die Gute!“

 

Sitten und Gebräuche waren verderblich, doch „die Kirche“, in der diese Sitten und Gebräuche üblich waren, war „die Wohnstätte der  Heiligkeit!“

 

Praktiken und Gewohnheiten waren schrecklich; doch „die Kirche“,  die viele dieser Praktiken ersonnen hatte und von allen profitierte, und nicht eine einzige der Gewohnheiten ablegte, war „heilig!“

 

Die Päpste waren dämonisch; doch „die Kirche“ wovon die Päpste „das Haupt“ –  der wirksame Wille, der leitende Geist  –  waren,  war „göttlich!“

 

Schaut auf die berühmten Kirchen und herrlichen Kathedralen.

Hört die „himmlische“ Musik der „göttlichen“ Gesänge.

Atmet den eindrucksvollen Wohlgeruch Duft des „heiligen“  Weihrauchs ein!

Habt einen Sinn für die Ehrfurcht des „heiligen“ Dienstes, wie der prunkvoll angekleidete Geistliche am „Altar“ vor der „Hostie“ kniet und in „heiliger“ Prozession voranschreitet!

Denkt an die weite Ausbreitung ihrer „Mission!“

Betrachtet ihre „perfekte Organisation“, durch die sie wie durch einen Mann die Geheimnisse ihres Willens ausführt, den Weltreichen Furcht einflößt und die Welt regiert!  

Ist das nicht die wahre und einzige „heilige Kirche?“

 

Die Kirche war „die Arche Gottes“, das „Erlösungsschiff“. Der Pilot, der Kapitän und die Mannschaft mögen alles Piraten sein und jeden Mechanismus des Schiffes nur für räuberische Absichten benutzen, und sie mögen es mit geraubtem Plunder überladen, bis daß es sinkt, und seinen Kurs immer geradeaus in Richtung Verderben halten, doch „das stattliche alte Schiff“ wäre in Ordnung und würde sicher in den himmlischen Hafen einlaufen.

 

Darum „haltet euch zur Arche“, dem Schiff der Erlösung, „bleibt auf dem alten Schiff“, und ihr werdet sicher sein und am Ende das himmlische Ufer erreichen.

 

Zum Beispiel, in direkter Verbindung mit genau der Passage, die schon von Kardinal Beronius zitiert  wurde, worin er die schrecklichen Zustände jener Kirche des neunten Jahrhunderts beschreibt, lauten seine Worte wie folgt:

 

„Christus schlief damals unzweifelhaft einen tiefen Schlaf auf dem Boden seines Bootes, während der Sturm es von allen Seiten hin und her warf und mit den Meereswellen bedeckte. Und was noch schlimmer war, die Jünger des Herrn schliefen noch tiefer als Er, und konnten Ihn nicht aufwecken, weder durch ihr Geschrei noch durch ihr Lärmen.“

 

Und in dem “General Council of Blase“, 1432, ermahnte der päpstliche Legat die böhmischen Christen:

 

„Zur Zeit der Sintflut wurden alle, die außerhalb der Arche waren, vernichtet.“

 

All dies Böse in und von jener Kirche war so anhaltend und so bekannt, daß immer wieder, wenn ein Papst starb, in ganz Europa wie mit einem Licht Ausschau nach einem „guten Mann“ gehalten wurde, der die Stellung des Papstes einnehmen sollte. Und wenn schließlich einer gefunden wurde, der gut bekannt war und weltweit als ein Musterbeispiel akzeptiert wurde, und wenn er feierlich und wirklich als Papst eingesetzt worden war und als solcher fungierte, dann war er in der Tat der Papst, und alle bedauerten zu Recht, daß „er stets auf der ganzen Welt als der am besten geeignete Mann für das Amt des Papstes angesehen werden würde, wäre er niemals Papst geworden.“

 

Auf diese Weise bricht der Vorwand in jeder Beziehung vollkommen zusammen, wenn es heißt, daß die Schlechtigkeit der Kirche Roms  von den Menschen  herrührt, und nicht vom Prinzip. In der Hauptsache liegt es am Prinzip: Und das Prinzip offenbart sich nur in den Menschen und durch die Menschen, die sich damit solidarisch erklären.

 

Und was ist  mit der Heiligen Schrift?  Was sagt sie dazu?

 

Folgendes: “Der Mensch der Sünde,“  „das Geheimnis der Bosheit,“  „die Synagoge Satans,“  „der Sohn des Verderbens,“  „die große Hure“,  „das Geheimnis: Babylon, die Große,“  „die Mutter aller Hurerei  und aller Greuel auf Erden,“  „die Herrin der Zauberei und Mutter aller Greuel,“  „der Greuel der Verwüstung.“

 

Wenn von all diesen Dingen die Rede ist, spricht Gott darüber, daß auch nur eine Sache dabei ist, worin möglicherweise eine Spur von Gutem, von Reinheit oder von Wahrheit zu finden ist?

 

Geht es in der Heiligen Schrift um Menschen oder um Prinzipien? Es geht nur um Prinzipien! In der gesamten Bibel geht es immer nur um Prinzipien!

 

Und so gewiß wie es in der Heiligen Schrift um Prinzipien geht, und nicht um Menschen, so gewiß befaßt sie sich mit der römischen Kirche in ihren Prinzipien und stellt diese klar und kritisiert sie heftig, und nicht nur die Menschen, die die Kirche bilden.

 

Die Sünde, das Verderben, das Geheimnis der Bosheit, die Hurerei (Unzucht), die Zauberei, die Magie, die Greuel, die in der Kirche Roms zu finden sind, liegen im Prinzip der Sache, liegen im Wesen der Kirche, und nicht in der Führung der Kirche oder wie die Dinge darin gehandhabt werden.

 

Und was ist das Prinzip der Kirche Roms als „die Kirche?“ Entsprechend jenem Prinzip und dem Ziel, das sie hat, was ist die „Kirche“?

 

Dies ist sie:  „Die Gesellschaft (Vereinigung) der rechtskräftig getauften Gläubigen, die in einem Leib durch das Bekenntnis des gleichen Glaubens zusammen vereint sind,  durch die Teilnahme an den gleichen Sakramenten, und durch Gehorsam gegenüber der gleichen Autorität, Christus, ihr unsichtbares Haupt im Himmel, und der römische Pontifex (Papst), der Nachfolger des heiligen Petrus, Christi sichtbarer Stellvertreter und Vizeregent auf Erden.“ – Christliche Apologetik, Paragraph 200.

 

Wenn ihr die Worte „römischer Pontifex, der Nachfolger des heiligen Petrus“, und „Vizeregent“, aus jener Definition (Bezeichnung) herausnehmt, und an deren Stelle den Namen des Mannes oder des Vorstandes, oder des Komitees, oder der Konferenz oder der Diözese einsetzt, dann kennzeichnet es in dem Fall und im Prinzip und hauptsächlich  in der Ausdrucksweise „die Kirche Organisation “ genauso,  wie es bei jeder anderen „Kirchen-Organisation“ in der Welt  gehalten wird und offen zutage tritt.

 

Und was ist das Prinzip darin und davon? Es ist das Sichtbare, hineingedrängt an die Stelle des Unsichtbaren. Das Menschliche an Stelle des Göttlichen: Die geistliche Aufmerksamkeit und der Gehorsam von Menschen wird auf die Herrschaft von Menschen konzentriert und unter diese gehalten, anstatt sie auf Gottes Herrschaft in Christus zu richten, und sie dem Heiligen Geist zu unterwerfen.

 

Die Reformer packten die ganze Sache mit einem Schlag bei der Wurzel an, als sie erklärten, daß es sich in Wahrheit in keinerlei Hinsicht um „die Kirche“ dreht. Das machte sie zu „Ketzern“!

 

verbesserungsVorschlag:

(Die Reformer packten die ganze Sache mit einem Schlag bei der Wurzel an, als sie erklärten, daß es sich um die Wahrheit dreht  und in keinerlei Hinsicht um „die Kirche“. Das machte sie zu „Ketzern“!)

 

 

Sie sagten, daß es „der Greuel der Selbst-Vergötterung an heiliger Stätte“ ist: Der Papst ist der Antichrist und sein päpstlicher Stuhl ist der Stuhl von Satan persönlich.“ „Das Papsttum ist eine allgemeine Verfolgungsjagd unter dem Kommando des römischen Pontifex, mit dem Ziel, Menschen aufzuspüren und zu vernichten.“

 

Waren sie verkehrt? War die Reformation in ihrem fundamentalen Prinzip und ihrer Feststellung ein Fehler?

 

Rom behauptet, daß es so war, und daß, nachdem sie jetzt die schlechten Elemente aus der Kirche entfernt hat, es keine Gründe für protestantische Kontroversen  mehr gibt, sondern alle sollten und können jetzt in Harmonie als Einheit wirken.

 

Und die angeblichen protestantischen Kirchen, die so eisern wie die römische Kirche selbst an den  römischen Prinzipien „der Kirche(n Organisation)“ festhalten, und die christlichen Grundsätze der Kirche ablehnen, sind bereit zur Zusammenarbeit mit Rom.

 

Und jede „Gemeinde“, die solches Prinzip „der Kirche“ vertritt und daran festhält, wirkt mit der katholischen Kirche zusammen.

Was ist nun das Prinzip der Gemeinde des lebendigen Gottes? Gemäß diesem Grundsatz und dieser Auffassung, was ist die Gemeinde?

Sie ist folgendes:

 

„Die Gemeinde ist Sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allen erfüllt.“

Epheser 1, 22.23.

 

Sie ist „das Haus Gottes“, erbaut auf ..... Jesus Christus selbst ..... auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.....zu einer Behausung Gottes im Geist.“  Epheser 2, 19-22.

 

Welches Prinzip liegt darin, und welchen Grundsatz lernen wir daraus?

Es ist mehr als ein Prinzip, es ist eine Person  –  Gott selbst, alles in allem, in Christus, der sein eigenes Haus errichtet, damit Er selbst durch Seinen eigenen Geist darin wohnt.

 

Und der Unterschied zwischen diesen beiden Auffassungen und diesen beiden Reichen hinsichtlich der Kirche, ist so groß wie der Unterschied zwischen  Mensch und Gott. Es ist genau der Unterschied, der zwischen dem Menschen und Gott besteht, zwischen falschen, hinterhältigen, begierigen und unehrlichen Menschen und dem aufrichtigen, ehrlichen, sanften und demütigen Jesus, in welchem die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig wohnt.

 

Es stimmt, daß die langjährige Erfahrung jener „obersten Kirche“, und der Scharfsinn, die Geschicktheit und beharrliche Obhut von mehr als „vierzig Generationen politischer Machthaber“ sie zu „dem absoluten Meisterstück menschlicher Weisheit“ gemacht haben.            

Und zu alledem haben sie es so vollbracht, daß „unter all den Erfindungen und Ideen, die ausgedacht worden sind, um die Menschheit zu täuschen und zu unterdrücken, sie den höchsten Platz einnimmt.

 

Die einzige Absicht, die dahinter steckte, bestand darin, Menschen zu täuschen und zu unterdrücken; denn der Erzbetrüger der Menschheit hatte es sich ausgedacht. Die Menschen hatten wenig damit zu tun, außer daß sie die Werkzeuge des Erzverführers waren, um sein Ziel zu erweitern und seinen Willen zu erfüllen. Immer war es sein Plan gewesen, und er wurde von dem Wunsch getrieben, seine Kirche – „die Synagoge Satans“ – an die Stelle der Gemeinde Gottes zu setzen.

 

Das ist der Grund, warum die Weisheit Gottes es in der Heiligen Schrift erklärt, so wie es in den Redewendungen „das Geheimnis der Bosheit“, der Sohn des Verderbens“, usw. zum Ausdruck kommt; mit keiner einzigen Andeutung von irgendetwas Nennenswertem oder sogar Anständigem, geschweige denn irgendetwas Gutem.

 

Jene Weisheit  dringt durch zu dem Wesen der Sache und offenbart das innewohnende Prinzip derselben. Und was jene Weisheit darüber sagt, das ist auch tatsächlich so. Und keine scharfsinnige Argumentation, kein Trick kann das innewohnende und  unabdingbare Teufelswerk  der Sache verhindern,  wenn der Hauptpunkt  auf die betreffenden Menschen, und das Prinzip auf die Anwendung des Prinzips verlegt wird.

 

Die Sache ist vollkommen satanisch. Sie ist satanisch vom Prinzip her, sie war satanisch vom Anbeginn ihres Wirkens – „das Geheimnis der Bosheit ist bereits am Wirken.“  Sie ist immer satanisch gewesen in ihrer Wirkensweise, und sie kann nichts anderes sein, was immer gesagt oder getan werden mag, damit sie etwas anderes sei.

 

Das Prinzip, das satanisch ist, läßt die Menschen, die es unterstützen und sich selbst damit eng verbinden, immer mehr sittlich verkommen. Es macht  die besten Menschen schlecht  und macht schlechte Menschen noch böser. Das ist das Geheimnis des Papsttums.

 

Irrtum – Irrtum in den innerlichen Angelegenheiten – verdirbt die Neigungen und Gewohnheiten.

Wahrheit – Wahrheit in den innerlichen Angelegenheiten – heiligt den Menschen.

 

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Die Gemeinde

 

 

Was ist die Gemeinde?

Was sagt das Wort Gottes über die Bedeutung der Gemeinde?

 

Nur durch das Wort Gottes allein, und nur durch das Studium des Wortes Gottes allein, kann ein Mensch jemals herausfinden, was DIE GEMEINDE ist.

 

Es ist die Gemeinde Gottes, nicht die Gemeinde des Menschen. Und indem es die Gemeinde Gottes ist, kann es auch  nur Gott wissen oder die Bedeutung erklären.

 

Und die Gemeinde entspringt einzig und allein dem Gedanken und Plan Gottes. Und Er bringt jenen Gedanken zum Ausdruck, indem Er sagt, was die Gemeinde ist. Dieser Gedanke darüber, wie in Seinem Wort ausgedrückt, ist so weit höher als menschliche Gedanken oder Pläne, wie Gott  höher ist als die Menschen, und wie der Geist Gottes höher ist als der Geist des Menschen.

 

Deshalb ist es das wichtigste für jeden Menschen, die folgende Unterweisung unbedingt zu akzeptieren und zu befolgen, sei es in dem Studium über dieses Thema oder irgend ein anderes Thema im Worte Gottes.

„Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum Herrn, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.

Denn meine Gedanken sind  nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr;

Sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.“  Jesaja 55, 7-9.

 

Weil dies so ist, und weil „die Dinge Gottes niemand erforschen kann außer durch den Geist Gottes,“ ist es ganz einfach nur durch die Offenbarung des Geistes Gottes, daß diese Dinge von jedem Menschen erkannt werden können: durch den Geist Gottes, der diese hohen und tiefen Dinge Gottes nimmt und sie uns deutlich macht, indem er sie in unseren Geist hineinlegt, und sie uns auf diese Weise so überträgt, als seien es wirklich unsere eigenen Gedanken.

Johannes 14,26;  Johannes 16, 13-15;  1.Korinther 2,9-12.

 

Auf diese Art und Weise laßt uns das Wort und die Gedanken Gottes hinsichtlich der Frage, was die Gemeinde ist, studieren. Was sagt Er also über die Bedeutung der Gemeinde?

Folgendes:

 

„Welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allen erfüllt.“  Epheser 1, 22.23.

DIE GEMEINDE  ist die Fülle von IHM. Wer ist ER, die Fülle, aus der die Gemeinde besteht?  Ganz einfach nur Gott; denn es ist „die Gemeinde des lebendigen Gottes.“


Was ist die Fülle von IHM, dessen Fülle die Gemeinde ist? Was ist die Fülle Gottes, wenn DIE GEMEINDE die Fülle Gottes ist?

 

Ich möchte, zum Vorteil von euch allen, genau hier in diesem Studium anhalten, und jeder Leser  sollte sich einen ganzen Monat Zeit nehmen, um nur über diese eine Frage nachzudenken, zu überlegen und zu studieren:  Was ist die Fülle des lebendigen Gottes?

Denn wer immer die vollkommenste und beste Auffassung darüber erhält, was die Fülle des lebendigen Gottes ist, wird die vollkommenste und beste Ansicht darüber gewinnen, was DIE GEMEINDE des lebendigen Gottes ist. Denn DIE GEMEINDE ist die Fülle Gottes.

 

Was ist nun die Fülle Gottes? Zuerst einmal ist es die Fülle „von allem in allem“, denn DIE GEMEINDE ist „die Fülle des, der alles in allen erfüllt.“ Die Fülle von allem in allem ist einfach die Fülle der Unendlichkeit. Und die Fülle Gottes, der alles in allen erfüllt,  ist nur die Fülle  des Unendlichen – „die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.“

 

Und noch einmal:  „Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, und wie ein Scherflein, so in der Waage bleibt. Siehe, die Inseln sind wie ein Stäublein.......... Alle Heiden sind vor ihm nichts und wie ein Nichtiges und Eitles geachtet.“  Jesaja 40, 15-17.

 

Wie groß ist „ein Tropfen Wasser in einem Eimer“ gegenüber der Fülle aller Ozeane und Gewässer?

 

Und trotzdem, das ist das Maß „aller Heiden“ gegenüber der Fülle Gottes – der Fülle von IHM, der alles in allen erfüllt, dessen Fülle  DIE GEMEINDE ist.  Bitte lest 1.Mose 13, 16 und erhaltet dort die Anregung darüber, woraus die Fülle der Gemeinde besteht.

 

Nun denkt bitte über jene „Fülle Gottes“ nach, die DIE GEMEINDE ist, und dann fragt euch selber: Wenn die Gemeinde die ganze Fülle Gottes ist, was für eine Art  Vorstellung über Gott oder die Gemeinde können dann bestimmte Menschen haben, die denken, daß sie  „DIE GEMEINDE“ oder „Irgend eine Gemeinde“ aufbauen können? Oder, die meinen, daß ein engstirniges System begrenzt denkender, irrender Menschen  DIE GEMEINDE des lebendigen Gottes, „die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“, sein kann?

 

Es ist kaum zu glauben, daß Menschen, die jemals beabsichtigten oder daran dachten, „eine Gemeinde“  oder „DIE Gemeinde“ zu gründen, genau dadurch absolut  erkennen lassen, daß sie unmöglich eine korrekte oder wahre Vorstellung darüber haben,  was DIE GEMEINDE oder was Gott ist.

Die Gemeinde ist die Fülle Gottes; und die offenbarte Fülle Gottes ist DIE GEMEINDE: so daß die Vorstellung von DER GEMEINDE der Vorstellung von Gott entspricht. Das Verständnis, das ein Mensch von der Gemeinde hat, entspricht seinem Verständnis, das er von Gott hat.

 

Es liegt in der Natur der Sache, wer auch immer denkt, daß er „DIE GEMEINDE ins Leben  rufen“ kann, deutet damit an, daß er denkt, er könne die Fülle Gottes organisieren, und zwar so, daß er über Gott steht. Und das ist genau der Punkt, wo das Wort Gottes denjenigen hinstellt, der es zuerst  versuchte – „der Mensch der Sünde, der sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt.“

 

Solche Menschen  können die Fülle ihres Gottes gestalten, und das geht sehr leicht; denn es ist keine große Sache. Und deshalb ist jede von Menschen gegründete Gemeinde in der Welt die Offenbarung des Gottes jener Menschen, ebenso wie irgend ein heidnischer Götze.

 

Wenn aber DIE GEMEINDE die Fülle des lebendigen Gottes ist, dann ist es vollkommen klar und beweiskräftig, daß niemand, außer Gott selbst, sie organisieren kann. Und wenn Er Seine eigene Gemeinde ins Leben ruft und aufbaut, in der Fülle und zu der Fülle Seiner Selbst – „der Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“, –  dann  ist es genauso klar und beweiskräftig, daß DIE GEMEINDE wirklich die Gemeinde sein wird, die einzig und allein die Offenbarung  des wahren und lebendigen Gottes ist.

 

Die Frage in bezug auf die Gemeinde und die Organisation der Gemeinde ist genau dieselbe alte Frage seit Beginn der Welt, und zwar, ob Gott auf Seine eigene Weise und an Seinem eigenen Platz ER Selbst sein soll, oder ob von Menschen gebildete Götzen die betreffenden Götter  kleiner Gruppen und Cliquen, nach menschlicher Art und  Weise,  und  an der Stelle Gottes  sein sollen.

 

Bevor ihr das nächste Kapitel lest, denkt bitte darüber nach, überlegt und betet über das Thema: Was ist die Fülle Gottes – „die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt?“ Denn auf diese Art und Weise werdet ihr studieren, was DIE GEMEINDE ist.

 

 

 

Was ist DIE GEMEINDE?

 

Was ist die Gemeinde?

„Das Haus Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes.“ 1.Timotheus 3, 15.

„Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung, schauet auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus,

der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in Gottes ganzem Hause.

Er aber ist doch größerer Ehre wert als Mose, weil größere Ehre als das Haus der hat, der es erbaute.

Denn ein jedes Haus wird von jemand erbaut; Gott aber ist’s, der alles erbaut hat.

Und Mose war zwar treu in Gottes ganzem Hause als Knecht, um zu bezeugen, was dereinst gesagt werden sollte.

Christus aber war treu als Sohn über sein Haus. Dessen Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest behalten.“  Hebräer 3, 1-6.

„Und bauet auch ihr euch als lebendige Steine zum geistlichen Hause.“  1.Petrus 2, 5.

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,

erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus  Christus der Eckstein ist,

auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn;

auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“  Eph.2, 19-22.

 

„Ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.“  1.Kor.3, 9.

 

„....will ich bauen meine Gemeinde.“  Matth.16, 18.

 

Somit ist die Gemeinde Gottes das Haus Gottes, von Ihm selbst erbaut, durch  Christus, Seinen von Ihm ernannten Erbauer.

Sie ist erbaut als „ein heiliger Tempel in dem Herrn“, auf welchem auch  ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“

 

Was sind nun die Ausmaße dieses Hauses Gottes? Wie beträchtlich muß sein Umfang sein, um als solch ein Tempel und als solch eine Behausung Gottes dazustehen, so daß er „die ganze Fülle Gottes“ widerspiegeln und zum Ausdruck bringen soll?

 

Und wer könnte der Erbauer sein?  Welcher Mensch oder welche Menschen könnten möglicherweise „das Haus Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist“, erbauen, um „die ganze Fülle Gottes“ zu beinhalten und zum Ausdruck zu bringen?

 

Waren Menschen nicht schon vor langer Zeit in dieser Angelegenheit herausgefordert?

Bitte lest: „Aber wer vermag’s, daß er ihm ein Haus baue? Denn der Himmel und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen.“  2.Chronik 2, 5.

 

Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fußbank; was ist’s denn für ein Haus, das ihr mir bauen wollt, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen soll?“  Jesaja 66, 1.

 

Und diese Herausforderung ist in den Bereich christlicher Denkweise und Ziele übertragen worden, und ist wiederholt worden, um alle zu hindern, die „Gründer“ DER GEMEINDE, „des Hauses Gottes“, oder „Erbauer“ in der Gemeinde sein wollten –  „Ihr Erbauer!“

 

„Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, wie der Prophet spricht:

‚Der Himmel ist mein Thron und die Erde meiner Füße Schemel; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen‘, spricht der Herr, oder ‚welches ist die Stätte meiner Ruhe?‘ “

Apostelgesch.7, 48.49.

„Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist.“

Apostelgesch.4, 11.

 

Demgemäß zeigen Menschen, die sich daran machen, DIE GEMEINDE oder eine Gemeinde zu gründen, gerade in dieser Angelegenheit, wie sie selber völlig unwissend in bezug auf alles sind, was DIE GEMEINDE in Wirklichkeit darstellt.

 

Und sie werden IHM niemals ein Haus bauen. Stets bauen sie für sich selbst ein Haus, wo sie an Gottes Stelle selber sitzen und regieren und herrschen, im Gegensatz zu Gott. Nein! Die Gemeinde ist das Haus Gottes. Sie ist nur  gegründet, damit Gott darin wohnt, der Ort, den Er gemacht hat für DEN, der IHM gleich ist, und aus diesem Grund in der Lage und fähig ist, die Denkweise Gottes zu verstehen und zu vollenden und wirklich auszudrücken in „Seinem ewigen Vorsatz, den er ausgeführt hat in Christus Jesus, unserm Herrn.“  Epheser 3, 11.

 

Wenn dieser ewige Vorsatz nur in Christus Jesus allein ausgeführt wurde, dann ist es für irgend jemand anderen, außer Christus persönlich, vollkommen unmöglich, der Gründer oder Erbauer DER GEMEINDE zu sein.

 

Und deshalb ist es einzig und allein so: „.....und er wird bauen des Herrn Tempel.

Ja, den Tempel des Herrn wird er bauen und wird den Schmuck tragen und wird sitzen und herrschen auf seinem Thron......“ Sacharja 6, 12.13.

 

Und „Er“ kam und nahm die Stellung ein, und Er nahm die Stellung jenes Erbauers ebenso durch göttliches Verdienst wie durch göttliche Gerechtigkeit ein. „Ich will meine Gemeinde bauen.“

 

Doch „der Mensch der Sünde“, der Sohn des Verderbens“, „das Geheimnis der Bosheit“ schlich sich bald ein, und indem es am Wirken war, wurde der wahre Erbauer verdrängt, und der Mensch der Sünde wurde selbst zum Erbauer dessen, was als „DIE GEMEINDE“ gelten soll, die jedoch diese Erbauer nur für sich selbst und zu ihrem eigenen Ruhm gründeten. Und in dieser Gemeinde thronte immer dieser „Mensch der Sünde“ über Gott.

„....und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, so daß er sich setzt in den Tempel Gottes und vorgibt, er sei Gott.“ 2.Thess. 2, 4.

 

Und die schlimme Entwicklung jenes Geheimnisses der Bosheit ist zum Vorbild genommen worden, für noch mehr andere Gemeinden, mehr als es Tage im Jahr gibt. Jede einzelne  von ihnen wurde als der wahre Tempel und das wahre Haus Gottes dargestellt, was jedoch in Wirklichkeit nur die Behausung von Menschen ist, die dort sitzen und an der Stelle Gottes regieren.

 

Doch die Zeit ist gekommen, und ist jetzt da, wo das Geheimnis Gottes noch einmal seinen Platz über dem Geheimnis der Bosheit haben soll, und dies bis zu seiner herrlichen Vollendung. Und dies Geheimnis ist: Gott ist offenbart, „Gott ist offenbart im Fleisch“, „Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit.“

Und hiermit wird es wieder sein wie am Anfang, daß Gott allein, in Christus allein, durch den Heiligen Geist allein, der Gründer seines eigenen Hauses sein wird bis zu seiner Vollendung in seiner eigenen natürlichen Herrlichkeit und Schönheit.

Offenbarung 10, 7;  Epheser 5, 27.

 

Und so steht es geschrieben: „Lasset uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus,

von welchem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hanget durch alle Gelenke, dadurch ein jegliches Glied dem andern kräftig Handreichung tut nach seinem Maße und macht, daß der Leib wächst und sich selbst auferbaut in der Liebe.“

Epheser 4, 15.16.

 

„......auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn;

auf welchem auch ihr mit erbaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geist.“  

Epheser 2, 21.22.

 

Hier ist der Erbauer DER GEMEINDE, der Gründer DER GEMEINDE, und Er allein ist Christus das Haupt.

 

Hier ist das Gebäude DER GEMEINDE, die Gründung DER GEMEINDE, und es kommt alles einzig und allein von IHM, der das Haupt ist, durch den Heiligen Geist.

 

Und das ist das Haus Gottes: eine angemessene und passende „Wohnstätte“ für IHN, der am Anfang „alle Dinge gemacht“ hat, und „den der Himmel und aller Himmel Himmel nicht fassen können.“ 2. Chronik 2, 5.

 

Wo ist das Haus, das ihr mir bauen wollt – „ihr Erbauer!“ –  spricht der Herr?

 

 

 

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Die Gemeinde.