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  6 Und ich sah einen anderen Engel hoch oben am Himmel fliegen, der das ewige Evangelium hatte, um es denen zu verkündigen, die auf der Erde ansässig sind, und jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk,
7 und er sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Und betet den an, der den Himmel und die Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat!
Offenbarung 14,6-7
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Persönliche Entscheidung:

Um die Bibel verstehen zu können, muss sie von einem höherem Standpunkt aus, als bloß mit der menschlichen Logik, studiert werden. Dabei darf auch die Überzeugung der Existenz Gottes und das vorhanden sein des Glaubens nicht fehlen. In seinem Wort gab Gott uns genügend Beweise, auf die wir unseren Glauben gründen können. Eines der Beweise ist zum Beispiel, dass Gott die Zukunft vorhersagen kann. Aber der größte Beweis ist die bleibende Gegenwart Christi in einem völlig veränderten Leben eines Christen. Gott ist fair. Er sagt: "Schmeckt und seht"selbst (Psalm 34,9). Du brauchst Dich nicht auf den Glauben anderer zu verlassen. Sein Versprechen lautet: "Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen" (Jeremia 29,13). Möchtest Du Gott eine Chance geben, damit er seine große Güte in deinem Leben demonstrieren kann?

 

 

Die 10 Gebote

 

Oft werden wir gefragt wie sind die Zehn Gebote zu verstehen?

In diesem Abschnitt aus dem Buch „Patriarchen und Propheten“ ist dies Wunderbar beschrieben. Gottes segen beim Studium!

 

1. Gebot

„Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.....“ 2.Mose 20,2.

Die Israellisten kannten Gott schon als ihren Führer und Befreier, der sie aus Ägypten geleitet und ihnen den Weg durch das Meer gebahnt, der Pharao und seine Heerscharen besiegt und sich dadurch allen Göttern Ägyptens überlegen gezeigt hatte: Er verkündete ihnen nun sein Gesetz. Es wurde nicht ausschliesslich zum Wohle der Hebräer verkündigt. Gott zeichnete sie wohl aus, als er sie zu dessen Hütern und Bewahren machte, aber es sollte ein heiliges Vermächtnis für die ganze Welt sein. Die in den Zehn Geboten aufgestellten Forderungen sind Menschen zur Unterweisung und Lebensführung gegeben. Es sind zehn Regeln, die kurz, umfassend, aber gebieterisch die Pflichten gegen Gott und den Nächsten enthalten und deren wesentliche Grundlage die Liebe ist: „Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Lukas 10,27. Hier werden diese Grundsätze einzeln aufgeführt und auf die jeweilige Beschaffenheit und Lage des Menschen angewandt.

„.....Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ 2.Mose 20,3.  

Jahwe, der Ewige, aus sich Seiende, Ungeschaffene, der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, hat allein das Recht zu höchster Verehrung und Anbetung. Der Mensch darf keinem andern Wesen den ersten Platz in seinen Gefühlen oder seinem Handeln einräumen. Was auch immer wir schätzen mögen, sobald es unsere Liebe zu Gott mindert oder den ihm gebührenden Dienst beeinträchtigt, machen wir uns einen Gott daraus.

 

2. Gebot

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht!“ 2.Mose 20,4.5

Das zweite Gebot verbietet die Anbetung des wahren Gottes in Nachbildungen. Viele heidnische Völker machen geltend, ihre Bilder seien nur Darstellungen oder Sinnbilder, in denen sie die Gottheit anbeten. Aber Gott hat solche Verehrung als Sünde bezeichnet. Der Versuch, den Ewigen gegenständlich darzustellen, schwächt die Gottesvorstellung des Menschen. Der Sinn, der sich von der unendlichen Vollkommenheit Jahwes abwendet, wird mehr vom Geschöpf als vom Schöpfer angezogen. Und mit dem sinkenden Gottesbegriff wird auch der Mensch selbst entwürdigt.

„Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott.....“ 2.Mose 20,4.5. Die enge und heilige Beziehung Gottes zu seinem Volk wird durch den Vergleich mit der Ehe versinnbildet. Götzendienst ist geistlicher Ehebruch, und Gottes Missfallen darüber wird berechtigt Eifersucht genannt.  

„... der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen.“ 2.Mose 20,4.5. Es ist unvermeidlich, daß Kinder unter den Folgen elterlichen Fehlverhaltens leiden müssen. Aber sie werden für die Schuld der Eltern nicht zur Rechenschaft gezogen, es sei denn, sie hätten auch daran Anteil gehabt. Gewöhnlich treten aber die Kinder in die Fußtapfen ihrer Eltern. Durch Vererbung und Beispiel machen sie sich der gleichen Sünden wie ihre Eltern schuldig. Die Anlage zu schlechten Neigungen und niedrigen Gewohnheiten wird genauso wie körperliche Krankheit und Entartung vom Vater auf den Sohn bis ins dritte und vierte Glied vererbt. Diese schreckliche Wahrheit sollte ernstliche Kraft dazu verleihen, den Menschen von einem sündigen Lebenswandel abzuhalten. {PP 280.4; PP.306.3}

„... aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“ 2.Mose 20,6. Das zweite Gebot verbietet die Anbetung falscher Götter, schließt aber als stillschweigende Folgerung die Anbetung des wahren Gottes ein. Und denen, die ihm aufrichtig dienen, wird Barmherzigkeit verheißen, nicht nur bis ins dritte oder vierte Glied wie der angedrohte Zorn für die, die ihn hassen, sondern bis in Tausende von Geschlechtern.

 

3. Gebot

„Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ 2.Mose 20,7.

Dieses Gebot untersagt nicht nur Meineide und das übliche beteuernde Beschwören, sondern es verbietet, den Namen Gottes leichtfertig oder unbekümmert und ohne Rücksicht auf seine erhabene Bedeutung zu gebrauchen. Wir entehren ihn durch gedankenlose Erwähnung in der Unterhaltung, durch seine Anrufung bei geringfügigen Dingen und mit häufiger, unüberlegter Wiederholung. „Heilig und hehr ist sein Name.“ Psalm 111,9. Jeder sollte über Gottes Majestät, Reinheit und Heiligkeit nachsinnen, damit das Gemüt von der Bedeutung seines erhabenen Wesens durchdrungen werde. Sein heiliger Name sollte deshalb nur ehrfurchtsvoll und ernsthaftig ausgesprochen werden.

 

4. Gebot

„Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“ 2.Mose 20,8-11.

Der Sabbat wird nicht als eine neue Anordnung eingeführt, er ist vielmehr eine Stiftung von der Schöpfung her. Man soll sich seiner erinnern und ihn halten im Gedenken an das Werk des Schöpfers. Weil durch ihn auf den Schöpfer Himmels und der Erde hingewiesen wird, unterscheidet man durch seine Befolgung den wahren Gott von allen falschen Göttern. Wer den siebenten Tag hält, gibt damit zu erkennen, daß er Anbeter Jahwes ist. Somit ist der Sabbat das Zeichen des Gehorsams gegenüber Gott, solange ihm jemand auf Erden dient. Das vierte Gebot ist das einzige unter den zehn, das sowohl den Namen als auch den Anspruch des Gesetzgebers nennt und zeigt, durch wessen Vollmacht das Gesetz gegeben wurde. Dadurch enthält es Gottes Siegel, das seinem Gesetz als Beweis der Echtheit und bindenden Kraft hinzugefügt wurde.  

Gott hat den Menschen sechs Tage zur Arbeit gegeben, und er verlangt, daß ihre persönlichen Dinge in dieser Zeit geschehen. Unumgänglich notwendige und Liebeswerke sind am Sabbat erlaubt. Kranke und Leidende müssen jederzeit versorgt werden, aber überflüssige Arbeit ist unbedingt zu vermeiden. „Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat ‚Lust‘ nennst und den heiligen Tag des Herrn ‚Geehrt‘; wenn du ihn dadurch ehrst, daß du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst ...“ Aber das Verbot endet hier nicht. „... und kein leeres Geschwätz redest“, sagt der Prophet, „dann wirst du deine Lust haben am Herrn.“ Jesaja 58,13.14. Wer am Sabbat berufliche Angelegenheiten oder Planungen erörtert, der hat sich in Gottes Augen tatsächlich mit Geschäftlichem abgegeben. Um den Sabbat zu heiligen, sollen wir nicht einmal mit unseren Gedanken bei weltlichen Dingen sein. Das Gebot schließt auch jene Leute ein, die in unserm Hause leben. Selbst sie sollten in diesen geheiligten Stunden ihre irdischen Dinge beiseite tun, damit alle sich zu willigem Gottesdienst an seinem heiligen Tage zusammenfinden können.

 

5. Gebot

„Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.“ 2.Mose 20,12.

Die Eltern haben in einem Maße Anspruch auf Liebe und Achtung, wie es keinem andern zusteht. Gott selbst hat ihnen die Verantwortung für jene Menschen auferlegt, die ihrer Obhut anvertraut sind, und hat bestimmt, daß sie an seiner Stelle stehen sollten, solange die Kinder noch jung sind. Wer also die rechtmäßige Autorität seiner Eltern ablehnt, verwirft die Autorität Gottes. Das fünfte Gebot verlangt von den Kindern nicht nur Dankbarkeit, Unterordnung und Gehorsam den Eltern gegenüber, sondern auch Liebe und fürsorgliche Rücksichtnahme. Sie sollen ihnen die Mühsal erleichtern, auf ihren guten Ruf bedacht sein sowie im Alter für sie sorgen und ihnen Freude machen. Das Gebot schließt aber auch Achtung vor Predigern, vor der Obrigkeit und allen anderen ein, denen Gott Autorität übertragen hat.

Das, sagt der Apostel, „ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat“. Epheser 6,2. Für Israel, das bald in Kanaan einzuziehen hoffte, verbürgte es den Gehorsamen langes Leben in jenem guten Lande. Aber es hat umfassendere Bedeutung, weil es das ganze Israel Gottes einschließt. Ihm verheißt es ewiges Leben auf einer Erde, nachdem sie vom Fluch der Sünde befreit ist.

 

6. Gebot

„Du sollst nicht töten.“ 2.Mose 20,13.

Folgende Dinge sind mehr oder weniger Übertretung des sechsten Gebotes: Jede Ungerechtigkeit, die zur Verkürzung eines Menschenlebens führt; Haßgefühle, Rachsucht und andere Leidenschaften, die sich schädlich auf andere Menschen auswirken oder uns auch nur veranlassen, ihnen Böses zu wünschen (denn „wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschläger“ (1.Johannes 3,15); ferner Vernachlässigung der Bedürftigen oder Leidenden aus selbstsüchtigen Gründen und sowohl alle zügellose Genußsucht als auch unnötige Entbehrung oder übertriebene Arbeitsleistung, die zur Schädigung der Gesundheit führt.

 

7. Gebot

„Du sollst nicht ehebrechen.“ 2.Mose 20,14. Dieses Gebot verbietet nicht nur unkeusche Handlungen, sondern auch wollüstige Vorstellungen und Begierden oder irgendwelche Gewohnheiten, durch die sie erregt werden könnten. Gott fordert nicht allein die äußerliche Reinheit, sondern die des Herzens, der geheimsten Gefühle und Wünsche. Auch Christus, der die weitreichende Verbindlichkeit des Gesetzes Gottes lehrte, bezeichnete böse Gedanken oder Blicke genauso als Sünde wie die unerlaubte Tat.

 

8. Gebot

„Du sollst nicht stehlen.“ 2.Mose 20,16. Dieses Verbot umfaßt offenkundige und verborgene Sünden. Das achte Gebot verurteilt Menschenraub und Sklavenhandel und verbietet Eroberungskriege. Es verdammt Diebstahl und Raub und fordert unbedingte Redlichkeit in den kleinsten Dingen des Lebens. Es verbietet das Übervorteilen im Geschäftsleben und verlangt gerechte Bezahlung bei Verpflichtungen oder Arbeitslöhnen. Es erklärt jeden Versuch, sich durch die Unwissenheit, die Schwäche oder das Mißgeschick eines anderen Vorteil zu verschaffen, für Betrug, der in den Büchern des Himmels verzeichnet wird.

 

9. Gebot

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ 2.Mose 20,16. Damit ist jede unwahre Aussage in irgendwelchen Streitfragen gemeint, jeder Versuch oder Plan, unsern Nächsten zu täuschen. Und vorsätzliche Täuschung ist Lüge. Man kann mit einem flüchtigen Blick, mit einer Handbewegung oder durch das Mienenspiel Unwahrheiten genauso ausdrücken wie mit Worten. Jede absichtliche Übertreibung oder jede Anspielung, die darauf berechnet ist, einen falschen Eindruck zu erwecken, ja sogar Berichterstattung im Sinne einer Unterstellung ist Lüge. Dieses Gebot verbietet jeden Versuch, dem guten Ruf des

Nächsten durch falsche Darstellung und schlimme Verdächtigungen, Verleumdungen und Zuträgerei zu schaden. Selbst das vorsätzliche Vertuschen der Wahrheit, woraus andern Schaden erwachsen kann, ist Übertretung des neunten Gebotes.  

 

10. Gebot

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.“ 2.Mose 20,17. Das zehnte Gebot rührt unmittelbar an die Wurzel aller Sünden, wenn es selbstsüchtiges Verlangen verbietet, dem die sündige Tat entspringt. Wer im Gehorsam gegen Gottes Gesetz sündige Wünsche nach Dingen bezähmt, die andern gehören, wird sich durch keine Übeltat am Mitmenschen schuldig machen. Dies waren die heiligen Vorschriften der Zehn Gebote, die unter Blitz und Donner mit wunderbarer Machtentfaltung und Majestät des großen Gesetzgebers gesprochen wurden. Gott verkündete sein Gesetz mit Kraft und in Herrlichkeit, damit das Volk das ganze Geschehen nie vergäße und mit tiefer Ehrfurcht vor dem Urheber des Gesetzes, dem Schöpfer Himmels und der Erde, erfüllt werde. Er wollte allen Menschen Heiligkeit, Bedeutung und ewige Gültigkeit seines Gesetzes kundtun.

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