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Wahrhafter Heiligtums Dienst

 

INHALT

1. Die Übertretung und der Greuel der Verwüstung

2. Die Beendigung des Geheimnisses Gottes           

3. Die Reinigung des Heiligtums                                  

4. Die Zeit der Erquickung

5. Zusammenfassung

 

"Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unseren Schwachheiten."... "der da sitzt zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestät im Himmel und ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott auf­gerichtet hat und kein Mensch."... "Darum lasset uns hinzukehren mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn Hilfe not sein wird."

Hebr.4,15.16; 8,1.2.

 

KAPITEL 1

DIE ÜBERTRETUNG UND DER GREUEL DER VERWÜSTUNG

In dem Buch an die Hebräer finden wir die Wahrheit über den Verdienst und die Wirksamkeit des Opfers, sowie des Priesteramtes und des Heiligtumsdienstes Christi.

Wir können darin ersehen, welcher Art das Opfer, das Priesteramt und der Dienst Christi ist, sowie seine Priestertätigkeit im Heiligtum dem wahrhaften Tempel, welchen der Herr errichtete und nicht Menschen.

Nicht allein im Hebräerbrief können wir diese großen Wahrheiten finden. Es ist wohl in keinem andern Buch so wollständig und so klar ausgelegt wie in dem Hebräerbrief, jedoch kann es durch das ganze Neue Testament hindurch festgestellt werden, wenngleich die Erklärungen nicht so direkt und vollständig dargelegt sind wie in dem 2. und 3. Buch Mose.

In dem letzten Buch des Neuen Testaments, in dessen ersten Kapitel, sehen wir EINEN, "der war eines Menschen Sohnes gleich," angezogen mit der Kleidung eines Hohepriester’s. Ebenso stand mitten zwischen dem Thron, den Cherubim und den Ältesten "ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre." Da ward auch ein goldener Altar gesehen und einer mit einem goldenen Rauchfass, Weihrauch darbringend welcher mit den Gebeten der Heiligen auf stieg vor Gott. Es wurden vor dem Throne Gottes sieben mit Feuer brennende Lampen gesehen. Ebenfalls war der Tempel Gottes im Himmel "und die Lade des Bundes ward in seinem Tempel gesehen."

Dort ist verheißen und erklärt, dass diejenigen, die  teilhaben werden an der ersten Auferstehung, über die der zweite Tod keine Macht hat, "werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre" in jener Priesterschaft.

Wenn der erste Himmel und die erste Erde vergangen sind und die heilige Stadt, von Gott aus dem Himmel herniederkommt, wird das Heiligtum Gottes bei den Menschen sein und Gott selbst wird bei ihnen wohnen  und ihr Gott sein , wenn Er alle Tränen von ihren Augen abgewischt haben wird, und kein Tod, noch Leid,  noch Geschrei, noch irgendein Schmerz mehr sein wird,  und die früheren Dinge vergangen sein werden, dann  und nicht eher als dann, wird von der Stadt Gottes erklärt: "Ich sah keinen Tempel darin."

Somit haben wir die Gewissheit, dass es ein Priestertum, einen priesterlichen Dienst und ein Heiligtum in dieser Verfügung gibt, genau so wie es dieselben im alten Bund gab, ja, sogar wahrhaftiger. Denn, wenn es unter der alten Verkündigung ein Heiligtum, ein Priestertum und einen Dienst gab, so war das alles nur ein Sinnbild auf die gegenwärtige Zeit - ein Sinnbild von diesem, dem wahrhaften, welches jetzt im Himmel ist.

Dieses wahre Priesteramt, der Dienst und das Heiligtum Christi im Himmel, ist so deutlich im Neuen Testament offenbart, dass es dafür keine Möglichkeit gibt, dies zu leugnen. Und doch ist es trotz all dieser Tatsachen eine Sache woran kaum jemand gedacht hat. Es ist eine beinahe unbekannte Angelegenheit, die so­gar in der christlichen Welt von heute kaum geglaubt wird.

Warum ist dies so und wie kann so etwas überhaupt möglich sein? Es gibt einen Grund dafür, den uns die Heilige Schrift sagt und Tatsachen beweisen dies.

Im Buche Daniel, im siebenten Kapitel, wurde durch Daniel im Gesicht gesehen, wie die vier Winde unter dem Himmel auf dem großen Meer widereinander stürmten;    "und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders denn das andere. Das erste wie ein Löwe  und hatte Flügel wie ein Adler", welches das Weltkönigreich Babylon darstellte. Das zweite war einem Bären gleich, welcher auf der einen Seite aufstand und in seinem Maul drei große, lange Rippen hatte. Es stellte  das vereinigte Weltkönigreich Medien-Persien dar. Das dritte war gleich einem Parder, es hatte vier Köpfe und vier Flügel wie ein Vogel. Es stellte das Weltreich Alexanders des Großen und Griechenland dar. Das vierte Tier "war gräulich und schrecklich und sehr stark, und hatte große eiserne Zähne, fraß um sich und zermalmte, und das übrige zertrat's mit seinen Füßen; es war auch viel anders denn die vorigen, und hatte zehn Hörner." Dieses große Tier stellte das weltumfassende Rom dar, verschieden von allen, die zuvor waren, weil es ursprünglich kein Königreich oder eine Monarchie, son­dern eine Republik war. Die zehn Hörner stellten die zehn Königreiche dar, auf die das Gebiet von West-Rom zu der Zeit aufgeteilt war, als es vernichtet wurde.

Dann sagt der Prophet: "Da ich aber die Hörner" (die zehn Hörner) "schaute, siehe, da brach hervor zwischen ihnen ein anderes kleines Horn, vor welchem der vorigen Hörner drei ausgerissen wurden; und siehe dasselbe Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das redete große Dinge." Der Prophet schaute und beachtete dieses kleine Hörn genau bis zu der Zeit, wenn "das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan." "Und als das Gericht sich setzte und Bücher aufgetan wurden, "(Elb. Bibel) sagte er: "Dann" (zu der Zeit) "schaute ich wegen der Stimme der großen Worte, welche das Horn redete: ich schaute, bis das Tier getötet, und sein Leib zerstört und dem Brande des Feuers übergeben wurde."

Beachte den bemerkenswerten Wechsel im Ausdruck in dieser letzteren Feststellung. Der Prophet sah das kleine Horn vom Anfang seines Aufkommens bis zu der Zeit wo "das Gericht ward gehalten, und die Bücher wurden aufgetan." Zu der Zeit schaute er das kleine Horn und gerade da, ins besonders "wegen der Stimme der großen Worte, welche das Horn redete." Und seine Auf­merksamkeit war weiterhin auf jenes gleiche Ding -dasselbe kleine Horn gerichtet, bis zu seinem Ende und bis zur Vernichtung desselben. Aber wenn seine Ver­nichtung kommt, lautet das Wort, welches seine Ver­nichtung beschreibt, nicht, dass das kleine Horn zer­brochen oder zerstört ward, sondern, dass das " Tier getötet und sein Leib zerstört und dem Brande des Feuers übergeben wurde."

Dieses zeigt, dass das kleine Horn nur eine andere Darstellung des ursprünglichen vierten oder gräulichen und schrecklichen Tieres ist, dass das kleine Horn nur die Fortsetzung des gräulichen und schrecklichen Tieres in seiner ganzen Gliederung, Geist und Absichten ist, nur unter einer abweichenden Form. Und wie die vierte Weltmacht, das gräuliche und schreckliche Tier, in seiner ursprünglichen Form Rom war, so ist unter dieser Darstellung das kleine Horn in seinen Auswirkungen nur die Fortsetzung Roms - von dem Geist und Wirken Roms.

Die Erklärung hiervon, welche im selben Kapitel gegeben wird, bekräftigt das, was festgestellt worden ist. Denn es wird von diesem kleinen Horn gesagt, dass es "wird gar anders sein denn die vorigen"; dass es "wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten verstören und wird sich unterstehen, Zeit und Gesetz" des Allerhöchsten "zu ändern." Es wird auch gesagt, "ich sah das Horn streiten wider die Heiligen und es behielt den Sieg wider sie, bis der Alte kam und Ge­richt hielt für die Heiligen des Höchsten und die Zeit kam, dass die Heiligen das Reich einnahmen." All diese Dinge sind wahr, und dieses ist die Beschreibung durch das ganze spätere Rom hindurch.

Und alles das ist durch das spätere Rom selbst be­kräftigt. Leo der Große war Papst von 440 bis 461 n.Chr., in der Zeit, als, das alte Rom in seinen letzten Zügen war, als es schnell dem Ruin verfiel.

Und Leo der Große erklärte in einer Predigt:

· dass das frühere Rom nur die Verheißung des späteren Roms war;

· dass die Ehren des früheren, im katholischen Rom wieder hervorgebracht würden;

· dass Romulus und Remus nur die Vorläufer von Petrus und Paulus waren;

· dass die Nachfolger von Romulus deshalb die Vorläufer der Nachfolger von Petrus sind, und

· dass, wie das frühere Rom die Welt regiert hatte, so das spätere Rom, durch den Sitz des heiligen, geseg­neten Petrus, als dem Haupt der Welt, die Erde beherr­schen würde.

Diesen Plan Leos hat das Papsttum niemals verloren.   Und als, nur  fünfzehn  Jahre danach, das Römische Weltreich als solches unterging, und nur das Papsttum den Ruin überstand und standhaft Ort und Macht in Rom behielt, da wurde dieser Gedanke Leos nur desto fester und mit mehr Gewissheit festgehalten und verteidigt.

Jener Plan war gleichfalls vorsätzlich und syste­matisch entwickelt. Die Schriftstellen wurden eifrig studiert und geschickt verkehrt, um diesen Plan auf­recht zu erhalten. Durch eine verkehrte Anwendung des levitischen Systems aus dem Alten Testament, war die Autorität und Ewigkeit des römischen Priestertums bereits errichtet.

      Durch verkehrte Schlussfolgerungen "aus dem Neuen Testament, wurde die Autorität und Ewigkeit von Rom selbst errichtet."

Als Beweis anführend, dass sie die einzige Fortsetzung des ursprünglichen Rom ist, woraus das Papsttum die Grundlage nimmt, dass es jetzt immer da gemeint ist, wo das Neue Testament die Autorität des ursprünglichen Rom anführt oder Bezug darauf nimmt, weil es die einzige wahre Fortsetzung des ursprünglichen Rom ist. Wo folglich das Neue Testament Untertänigkeit gegenüber "der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat" fordert, oder Gehorsam zu "Regenten" zur Pflicht macht, meint das Papsttum, weil Römer die einzigen Herrscher waren, die es damals gab, und die päpstliche Macht die wahre Fortsetzung der Römer ist, müssten alle Ihr untertan sein.

 

"Die Bischöfe wünschten jetzt (im letztere Teil des zweiten Jahrhunderts ) mit der Übereinstimmung der Hohepriester der Juden bedacht zu sein; die Gemeindeältesten kommen, so wurde gesagt, in die Stellung der Priester, und die Diakone wurden den Leviten gleichgemacht."

"In derselben Weise brachte die Gleichsetzung des christlichen Abendmahls mit den jüdischen Schlachtopfern und Opfern viele unnötige Bräuche. Neue Bräuche und Bestim­mungen verunstalteten die ganze Lehre des heiligen Abendmahls, welches in der Tat, schneller als man denken kann, in ein Opfer verkehrt wurde." Mosheim's "Ecclesiastical History," Cent.II part II, chap.II, par.4; and chap.IV, par.4.


"Jede Stelle wurde in Anspruch genommen, wo Unter­
tänigkeit der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat, zur Pflicht gemacht ist; jedes Beispiel wurde angeführt, wo den kaiserlichen Beamten bereits tatsächlich Gehor­sam entgegen gebracht wurde, besonderer Nachdruck wur­de auf die Bestätigung gelegt, welche Christus selbst gegenüber der römischen Herrschaft gegeben hat: durch die Schätzung in der Welt durch Augustus, durch die Geburt zur Zeit der Schätzung, durch Zahlung des Tri­butes an Cäsar und in dem Er zu Pilatus sagte:

'Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben.'

Weil Christus die Autorität von Pilatus anerkannt hat, der nur der Repräsentant Roms war, wer sollte es wagen, die Autorität des Papsttums zu missachten, die wahre Fortsetzung jener Autorität, welcher sogar der Herr des Himmels sich unterstellte!

Und es war nur der logische Höhepunkt dieser Annahme, als Papst Boniface VIII sich selbst den Augen der Versammelten zeigte, bekleidet mit einem Brustharnisch, einem Helm auf seinem Haupt und in seiner Hand ein erhobenes Schwert, wobei er sagte:

"ES GIBT KEINEN ANDEREN CÄSAR, NOCH KÖNIG, NOCH KAISER WIE MICH, DEN SOUVERÄNEN HOHENPRIESTER UND NACHFOLGER DER APOSTEL;"

und weiter erklärte er ex-cathedra,    (heißt bildlich unfehlbar):

"WIR BEHAUPTEN, BESTIMMEN UND VERKÜNDEN DESHALB, DASS ES ZUR ERLÖSUNG NOTWENDIG IST, DASS JEDES MENSCH­LICHE WESEN DEM HOHENPRIESTER IN ROM UNTERTÄNIG IST!"

Dies ist Beweis genug, dass das kleine Horn des siebenten Kapitels im Buch Daniel, das päpstliche Rom ist, und dass es, in Geist und Sinn mit vorbedachtem Planen die Fortsetzung des ursprünglichen Roms ist.

Im achten Kapitel Daniels wird nun dieser Gegenstand wieder aufgenommen. Zuerst sieht der Prophet im Gesicht einen Widder mit zwei hohen Hörnern, doch eins höher   denn das andere, mit Bezug auf das Tragen der Hörner  wuchs das Höchste am letzten. Das ist deutlich durch   den Engel erklärt und bedeutet:  "Die Könige in Medien und Persien." Als nächstes sah der Prophet einen "Ziegenbock" vom Westen her über die ganze Erde kommen, der die Erde nicht berührt; und der Bock hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen. Der überrannte den Widder, zerbrach seine zwei Hörner, warf ihn zu Boden, und zertrat ihn, und niemand konnte den Widder aus seiner Hand erretten.

Dieses ist durch den Engel erklärt und bedeutet: "Der König in Griechenland." Der Ziegenbock ist "Der König von Griechenland." und als er am stärksten war, zerbrach das ansehnliche Horn, und an seiner Stelle wuchsen vier ansehnliche Hörner gegen die vier Winde des Himmels. Das bedeutet nach der Erklärung des Engels, "dass vier Königreiche aus dem Volk entstehen werden, aber nicht so mächtig, wie er (Alexander) war."

Aus einer dieser Teilungen von Alexanders Reich sah der Prophet als nächstes "ein kleines Horn kommen gegen das werte Land." Die genannte Richtung zeigt, dass diese Macht vom Westen her aufkam und überaus groß ward. Dieses wird durch den Engel in der Bedeutung erklärt: "In der letzten Zeit ihres König­reichs," (den vier Teilungen Griechenlands), "wenn die Übertreter überhandnehmen, wird aufkommen ein frecher und tückischer König." "Und es wuchs bis an des Himmels Heer, und warf etliche davon und von den Sternen zur Erde, und zertrat sie." "Der wird mächtig sein, doch nicht durch seine Kraft; er wird gräulich verwüsten; und es wird ihm gelingen, dass er's ausrichte. Er wird die Starken samt dem heiligen Volk verstören. Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug gelingen; und er wird sich in seinem Herzen erheben, und mitten im Frieden wird er viele verderben, und wird sich auflehnen wider den Fürsten aller Fürsten;" ("Ja, es wuchs bis an den Fürsten des Heeres." Vers.11) "aber er wird ohne Hand zerbrochen werden."

Diese Angaben zeigen, dass das kleine Horn des achten Kapitels von Daniel, Rom darstellt von der Zeit seines Aufkommens zur Zeit der Vernichtung des griechischen Reiches, bis zum Ende der Welt, wenn es "wird ohne   Hand zerbrochen werden," durch jenen Stein (Christus), "ohne  Hände vom Berge herab gerissen," der dann alle irdischen Königreiche  in  Stücke zerbricht und sie zermalmt.

Dan.2,34.35.44.45.

Wir haben gesehen, dass im siebenten Kapitel Daniels das kleine Horn, obwohl es als solches nur die letztere Form Roms darstellt, Rom wirklich in seinen beiden Erscheinungsformen schildert-Rom vom Anfang bis zum Ende ist und wenn die Zeit kommt, dass das " kleine Horn" zer­brochen und zerstört werden soll, es in der Tat "das Tier" ist, das "getötet ward, und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen wurde." So wird der Gedanke, mit dem die Geschichte des kleinen Horns in Daniel 7 schließt, in Daniel 8 mit Bezug auf dieselbe Macht fortgesetzt. In Daniel 8 deckt der Ausdruck "kleines Horn" das ganze Rom in seinen beiden Darstellungen geradeso, wie es in den Schlussausdrücken in Daniel 7 betreffend das "kleine Horn" gezeigt ist; wie es auch dargestellt ist durch die Ausdrücke "der Gräuel der Verwüstung" und "die Übertretung der Verwüstung," die für Rom in seinen beiden Erscheinungsformen angewendet werden (Dan.9, 26.27; Matth.24,15; Dan. 11, 31; 12,11; 8,11.13.) und wie es durch die Lehre und Geschichte des späteren Rom selbst bekräftigt wird. Es ist alles dasselbe, nur, dass alles, was vom früheren Rom als wahr festgestellt wurde, im späteren Rom verschärft worden ist.

Lasst uns nun weiter die Darstellung in der Schrift über Daniel 8 bezüglich dieser kleinen - Horn - Macht betrachten. In den Versen 11 und 25 wird von dieser kleinen - Horn - Macht gesagt: "Er wird sich in seinem Herzen erheben." "Es wuchs bis an den" (oder gegen den) "Fürsten des Heeres" und er "wird sich auflehnen wider" (oder herrschen in Opposition gegen) "den Fürst aller Fürsten." Dies ist in 2. Thessalonicher, 2.Kapitel, erklärt, wo der Apostel falsche Eindrücke korrigiert, welche die Thessalonicher über das unmit­telbare Kommen des Herrn empfangen haben, indem er  sagt: "Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er (Christus) kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbar werde der Mensch der Sünde,  das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher    und sich Überhebt über alles, was Gott oder Gottes­dienst   heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. Gedenket ihr nicht daran, dass ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war?" 2.Thess.2,3-5.

Klar beschreibt diese Schriftstelle dieselbe Macht, welche durch das kleine Horn in Daniel 8 dargestellt ist. Aber da sind andere Betrachtungen, welche es vollkommener zeigen. Paulus sagt, dass er, als er mit den Brüdern in Thessalonich war, ihnen diese ganzen Dinge gesagt hat, welche er ihnen nun schreibt. In der Apostelgeschichte 17,1-3 ist die Aufzeichnung mit Bezug auf Paulus, als er noch mit den Thessalonichern war, wie folgt: "Nachdem sie aber durch Amphipolis und Apollonia gereist waren, kamen sie zu Thessalonich; da war eine Judenschule. Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift." Und indem er mit ihnen über die Schrift redete, sprach er über diesen Abfall, welcher kommen sollte, in welchem der Mensch der Sünde, das Geheimnis der Bosheit, der Sohn des Verderbens, offenbar werden würde, der sich selbst gegen Gott stellt, und sich über alles erhebt, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich selbst an Gottes Stelle setzt und sich als Gott ausgibt.

Wo in der Schrift fand Paulus die Offenbarung, als    er sich mit den Leuten über die Schrift unterhielt,    auf Grund der er den Thessalonichern alles das sagen konnte? Es war in diesem 8. Kapitel Daniels, wo der Apostel es fand; und daher hatte er, was er zu ihnen sagte, als er dort war. Denn     im 8.Kapitel sind die ganzen Ausdrücke, welche er im 2.Thessalonicher gebraucht, von welchen er sagt: "Ge­denket ihr nicht daran, dass ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war?" Dieses zeigt, dass die Zeit nach den Tagen der Apostel sein wird, wenn Rom "bis an den Fürsten des Heeres" und "wider den Fürst aller Fürsten" wächst und verbindet sie direkt mit dem Abfall oder der Abtrünnigkeit, zu welcher sich das Papsttum  oder Rom in seiner letzten und abschließenden Stufe entwickelte.

Lasst uns nun die Verse 11 und 12 in Daniel 8 lesen   woraus wir klar erkennen werden, dass hier genau die Stelle ist, die Paulus in der Schrift fand, aus der er   die Thessalonicher betreffs dem "Mensch der Sünde" und  dem  "Geheimnis der Bosheit"  unterwies: "Ja, es wuchs bis an den Fürsten des Heeres, und nahm von ihm weg das tägliche Opfer, und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums." "Und ein Heer ward gesetzt über das be­ständige Opfer, durch Übertretung; und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen und sein Unternehmen gelang ihm." (letzter Vers nach der Schlachterbibel.)

Dieses stellt klar das heraus, was das Priestertum, das Amt und das Heiligtum von Gott und der Christenheit hinweg nahm.

Lasst es uns noch einmal lesen. "Ja, es" (das kleine Horn - der Mensch der Sünde) "wuchs bis an den Fürsten des Heeres," "wider den Fürsten aller Fürsten" -Christus) "und nahm von ihm weg das tägliche Opfer," (den fortgesetzten Dienst, das Amt und die Priester­schaft Christi) "und verwüstete die Wohnung" (das Heiligtum des Fürsten des Heeres, des Fürsten aller Fürsten - Christus) "seines Heiligtums." "Und ein Heer ward" (dem Mensch der Sünde) "gesetzt wider das be­ständige (Opfer)," (gegen den fortgesetzten Dienst des Amtes Christi, den Fürsten des Heeres) "durch Übertre­tung; und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen, und sein Unternehmen gelang ihm." (letzter Vers Schl. Bibel)

Es war "durch Übertretung," das ist durch Sünde, dass diese Macht, "die Übermacht gewann, die nötig war, um die Wahrheit zu Boden zuwerfen, Christi Priesterschaft, Sein Amt und Sein Heiligtum von der Kirche und der Welt abzuschließen, und es alles zu Boden zu werfen und unter die Füße zu treten. Es war durch die Zulas­sung der Übertretung, dass dieses zustande gebracht ward. Übertretung ist Sünde, - und dieses ist die Dar­legung und Klarstellung, aufgrund welcher der Apostel diese Macht in 2.Thessalonicher genau als den "Mensch der Sünde" und das "Geheimnis der Bosheit" bezeichnet.

In Dan. 8,11.13; 11,31 und 12,11 ist zu beachten,  dass das Wort "Opfer" in jedem Fall zugesetzt ist. Und es ist fälschlich eingesetzt, weil im Original an dieser Stelle das Wort überhaupt nicht da ist. Im Original   ist das einzige Wort, welches an dieser Stelle steht,  das Wort "tamid," was hier mit "täglich" übersetzt  ist: und an dieser Stelle besieht sich der Ausdruck "täglich"  keineswegs nur  auf das tägliche Opfer, sondern auch auf das ganze tägliche Amt oder den fort­gesetzten Dienst des Heiligtums, wovon das Opfer nur ein Teil war. Das Wort "tamid" selbst bedeutet "fort­laufend" oder "fortwährend," "beständig," "stabil," "sicher," "unveränderlich," "immerfort." Nur solche Worte wie diese, drücken den Gedanken des Originalwortes aus, welches in dem zur Betrachtung stehenden Text mit "täglich" übersetzt ist. In 4. Mose 28 and 29 ist das Wort allein siebzehnmal gebraucht, und bezieht sich auf den fortwährenden Dienst in dem Heiligtum.

Und es ist dieser fortwährende Dienst Christi, des wahren Hohepriesters, der "ewiglich bleibt," und der eingeweiht ist für "immerdar" in "ein unvergängliches Priestertum" - es ist dieser fortwährende Dienst unseres großen Hohepriesters, welchen der Mensch der Sünde, das Papsttum, hinweg genommen hat. Es ist das Heiligtum und der wahrhafte Tempel, in welchem dieser wahrhaftige Hohepriester sein fortwährendes Amt ausübt das durch den "Gräuel der Verwüstung" niedergeworfen worden ist. Es ist dieses Amt und dieses Heiligtum, das der "Mensch der Sünde" von der Kirche hinweg genommen, von der Welt weggesperrt, zu Boden geworfen und zer­treten hat, an dessen Statt er selbst "den verwüsteden Gräuel" aufgestellt hat. Was das frühere Rom dem sicht­baren oder irdischen Heiligtum, welches "ein Gegenbild des wahrhaftigen" war, antat, (Dan.9,26.26; Matth.24,15) das hat das spätere Rom dem unsichtbaren oder himmli­schen Heiligtum, welches selbst das "wahrhaftige" ist, geistlich angetan. Dan.11,31;12,11; 8,11.13.

In der Anführung der Fußnote auf Seite 7 wird gezeigt, dass im Glaubensabfall die Bischöfe, Ältesten, Diakone und das heilige Abendmahl dazu gemacht wurden, um die Hohenpriester, die Priester, Leviten und Opfer des levitischen Systems durchzusetzen. Nun wird durch das Zeugnis der Heiligen Schrift sicher gezeigt, dass in der Ordnung Gottes, das hohepriesterliche Amt Christi im himmlischen Heiligtum allein in Wahrheit das Ziel des levitischen Systems war, und dass es wirklich die christliche Reihenfolge zu jenem System ist.

Wenn deshalb durch den Glaubensabfall  das Amt der Bischöfe als Hohepriester, der Gemeindeältesten als Priester, der Diakone als Leviten, und das heilige Abendmahl als ein Opfer zu verstehen gewesen wäre, als die christliche Reihenfolge zum levitischen System, so war dies nichts anderes, als das falsche System des Glaubensabfalls an die Stelle des wahren zu setzen, das wahre vollkommene auszu­schließen und es schließlich, zu Boden zu werfen und zu zertreten.

Und das ist der Grund warum diese große christliche Wahrheit über das wahre Priestertum, Amt und Heiligtum Christi heute der christlichen Welt nicht bekannt ist. Der "Mensch der Sünde" hat sie hinweg genommen, zu Boden geworfen und zertreten. Das "Geheimnis der Bosheit" hat diese große Wahrheit durch alle diese Zeitalter, in denen der Mensch der Sünde den Platz in der Welt gehalten, sich selbst als Gott, und sein un­gerechtes Heer als die Kirche Gottes ausgegeben hat, verheimlicht.

Und doch gibt sogar der "Mensch der Sünde," das Geheimnis der Bosheit," selbst Zeugnis über die Not­wendigkeit eines solchen Dienstes in der Kirche, wegen der Sünden. Denn obwohl der "Mensch der Sünde," das "Geheimnis der Bosheit", das wahre Priestertum, Amt und Heiligtum Christi hinweg genommen und zu Boden geworfen hat, um es zu zertreten, und es vollkommen vor den Augen der christlichen Welt verborgen hat, so hat sie doch nicht gänzlich den Grundgedanken hinweg geworfen. Nein, sie warf die Wahrheit hinweg und warf die Wahrheit zu Boden. Aber den Gedanken behaltend, baute sie in ihrem eigenen Reich ein gänzlich falsches Gefüge auf.

An die Stelle Christi, dem wahren und göttlichen Hohepriester von Gottes eigener Wahl im Himmel, hat sie eine menschliche, sündige und sündigende Priesterschaft auf Erden eingesetzt. An Stelle des fortwährenden himmlischen Amts Christi in seinem wahren Priestertum aufgrund seines Opfers, hat sie nur einen Dienst mit Abstand, durch eine menschliche, irdische, sündliche und sündigende Priesterschaft in dem einmal-am-Tage "Täglichen Opfer der Messe" eingesetzt. Und an die Stelle des Heiligtums und des wahren Tabernakels, welches der Herr aufgerichtet hat und kein Mensch, hat sie ihre eigenen Versammlungshäuser aus Holz und Stein eingesetzt, für die sie den Ausdruck "Heiligtum" ver­wendet. So hat sie, anstatt des einen fortwährenden Heiligtums im Himmel, welches Gott verordnet hat, und welches nur das einzig wahre ist, aus ihrem eigenen Herzen für das eine wahre, viele Hohepriester, viele Ämter, viele Opfer und viele Heiligtümer auf Erden ersonnen und eingesetzt, welche in jeder möglichen Beziehung nur menschlich und äußerst falsch sind.

Und sie können niemals Sünde hinweg nehmen. Kein irdisches Priestertum, kein irdisches Amt, kein irdi­sches Heiligtum, kann jemals Sünde hinweg nehmen.

Im Hebräerbrief haben wir gesehen, dass sogar das Priestertum, das Amt, das Opfer und der Dienst im irdischen Heiligtum - der ganze Dienst, den der Herr auf Erden verordnete - niemals Sünde hinweg nahm. Die inspirierte Aufzeichnung sagt, dass sie niemals Sünde hinweg nahmen, und dass sie niemals Sünde hinweg nehmen konnten.
Es ist nur das Priestertum und das Amt Christi, das Sünde hinweg nehmen kann.
Und dieses ist sein Priestertum und sein Amt, in einem Heiligtum, das im Himmel ist. Denn als Christus auf Erden war, war Er kein Priester; und wenn Er bis zu dieser Stunde auf Erden verblieben wäre, würde Er noch nicht ein Priester sein, wie es geschrie­ben steht: "Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester." Hebr.8,4. So hat Gott durch klares Wort und über genug Veranschaulichung bewiesen, dass kein irdisches Priestertum, Opfer oder Amt, jemals Sünde hinweg nehmen kann.

Wenn irgend so etwas Sünde hinweg nehmen könnte, warum dann das Priestertum und das Amt von der Erde nach dem Himmel wechseln? Deshalb ist es durch das deutliche Wort des Herrn klar gemacht, dass das Priestertum, das Amt, das Opfer und das Heiligtum, welches das Papsttum auf Erden aufgerichtet hat und betreibt, niemals Sünde hinweg nehmen können, sondern, statt dies zu tun, Sünde nur verewigen. Somit ist dieser allerheiligste Ort ein Schwindel, ein Betrug und das ganze

"Übertretung" und "Gräuel der Verwüstung."

Und dass diese Schlussfolgerung und Feststellung darüber, was das päpstliche System wirklich ist, nicht überspannt, noch weit hergeholt ist, das ist durch die Worte von Kardinal Baronius, dem Standard Chronik­schreiber des Papsttums, bekräftigt. Als er vom zehnten Jahrhundert schreibt,  sagt er;

"In diesem Jahrhundert wurde der Gräuel der Verwüstung in dem Tempel des Herrn gesehen; und in dem Sitz von Sankt Peter wurden - als himmlische Boten verehrt, - die Boshaftesten der Menschen eingesetzt, welche keine Priester waren, sondern Ungeheuer."

Und das Konzil von Rheims erklärte im Jahr 991, das Papsttum sei "der Mensch der Sünde, das Geheimnis  der Bosheit."

KAPITEL 2

DIE BEENDIGUNG DES GEHEIMNISSES GOTTES

Die große Wahrheit des Priesteramtes, des Dienstes und Heiligtums des Christentums kann nicht für immer vor den Augen der Gemeinde und der Welt verborgen bleiben. Das Geheimnis der Bosheit erstand, und hat somit vor der Welt das Geheimnis Gottes verborgen, sodass alle Welt ihm anbetend nachfolgte. Off.13,3.4. Jedoch dieser Betrug dauert nicht ewiglich, dank sei dem Herrn dafür!

Der Tag kommt wenn das Geheimnis der Bosheit offen­bart werden wird, und das Geheimnis Gottes in seiner vollen Wahrheit und Klarheit noch einmal hell aufleuch­ten wird - um nicht mehr verdeckt zu werden, jedoch um den großen Plan zu vollenden und in Vollkommenheit zu beenden. Denn es steht geschrieben; "In den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie er hat verkündigt seinen Knechten, den Propheten." Off.10,7.

In den Tagen Christi und Seiner Apostel, war das Geheimnis Gottes in einer Fülle offenbart, wie nie zu­vor bekannt und es war gepredigt "zu allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten." Römer 16,25.26.

Von Anbeginn der Welt bis zu dieser Zeit war dieses Geheimnis in Gott verborgen, "Ist von der Welt her   und von den Zeiten her "verborgen gewesen" "nun aber   ist es offenbart Seinen Heiligen." "Denen Gott gewollt  hat kundtun, welches da sei der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herr­lichkeit. Den verkündigen wir und vermahnen alle Men­- schen mit aller Weisheit, auf dass wir darstellen einenjeglichen Menschen vollkommen in Christo Jesu." Kol.1,26-29; Eph.3,3.5.9.
Jedoch zu derselben Zeit, schon in den Tagen der Apostel, war schon am Wirken, "das Geheimnis der Bos­heit." Und es entwickelte sich bis es Weltmacht und Vorherrschaft errang und sogar Macht über die Heiligen, die Zeit und das Gesetz des Allerhöchsten - sich auf­lehnte gegen den Fürst der Fürsten, sich selbst dar­stellte als den Fürst der Heiligen, sich selbst an den Platz der Gottesanbetung setzte und sich selbst als Gott darstellte. Und somit wiederum, jedoch diesmal nicht in Gott, war das Geheimnis Gottes "verborgen gewesen" von allen Zeiten und Generationen. Jedoch jetzt, wiederum, in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, jetzt zu dieser Zeit, das Geheimnis Gottes, welches verborgen war für Jahrhunderte und Generatio­nen, ist kundgetan worden seinen Heiligen, welchen jetzt, zu dieser Zeit, Gott gewollt hat kundzutun, welches da sei der herrliche Reichtum dieses Geheim­nisses unter den Heiden:

welches ist Christus in euch» der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit. Den verkündigen wir und vermahnen alle Menschen und lehren alle Menschen mit aller Weisheit» auf dass wir darstellen einen jeglichen Menschen voll­kommen in Christo Jesu.

Und dies, wie wir schon festgestellt haben, ist gemäß "wie Er es offenbart seinen Knechten den Prophe­ten." Er ist nicht allein der Prophet von Patmos der erklärte dass in dieser Zeit, eben jetzt in unseren Tagen "das Geheimnis Gottes beendet werden sollte." Denn als der Engel Gottes seine Verkündigung in dem Gesicht dem Propheten auf Patmos überbrachte, hatte er schon lange vorher dieselben Dinge seinen Dienern den Propheten dargestellt. Und diese Verkündigung auf Patmos war nur eine Darstellung des Engels, dass das» was Gott lange vorher Seinen Dienern den Propheten dargestellt hat, mit Bestimmtheit zu dieser jetzigen Zeit ausgeführt werden sollte. Dies sollte ohne Verzö­gerung geschehen.

Die volle Verkündigung des Engels ist folgendes "Und der Engel, den ich sah auf dem Meer und auf der Erde, hob seine Hand auf gen Himmel und schwur bei dem und was darin ist, und die Erde und was darin ist, und das Meer und was darin ist, dass Lebendigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat hinfort keine Zeit mehr sein soll; sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie er hat verkündigt seinen Knechten den Propheten." Offb.10,5-7. (Vers 6 "keine Zeit mehr sein soll" keine Frist," kein Aufschub," "kein Zeitaufschub" - andere Übersetzung - "keine Verzögerung" - Englisch R.V.)

Ein Prophet dem diese Dinge vor allen anderen Propheten am meisten offenbart wurde, war der Prophet Daniel. Daniel sah nicht nur das Aufkommen des kleinen Horns und sah es sich selbst erhebend über den Fürsten der Heiligen und aufstehen gegen den Fürsten, und Seine Wahrheit zu Boden werfen und mit Füßen treten. In demselben Gesicht sah der Prophet jedoch die Wahr­heit und das Heiligtum Christi befreit von des kleinen Hornes Macht, befreit von dem Stempel der Gotteslä­sterung, erhoben von der Erde, und zum Himmel (erhöht) wo es hingehört. Und diesem Teil des Übertragens, der in dem Gesicht gezeigt wurde, scheint der himmlische Bote die größte Bedeutung beizumessen. Denn Daniel führt aus: "Ich hörte aber einen Heiligen reden: und ein Heiliger sprach zu dem, der da redete: Wie lange soll doch währen solch Gesicht vom täglichen Opfer und von der Sünde, um welcher willen diese Verwüstung geschieht, dass beide, das Heiligtum und das Heer, zer­treten werden? Und er antwortete mir: Bis zweitausend­dreihundert Abende und Morgen um sind; dann wird das Heiligtum wieder geweiht werden." Dan.8,]3.14.

Dann wurde der Engel Gabriel unterwiesen, Daniel  das Gesicht zu erklären. Er begann dann damit. Als jedoch die Erklärung diesen Punkt erreichte bezüglich  der "vielen Tage" dieses Gesichtes, die erstaunlichsten und furchtbarsten Dinge die in diesem Gesicht dargelegt wurden, überkamen den Prophet und er bezeugte: "Und  ich Daniel war schwach und lag etliche Tage krank. Danach stand ich auf und  richtete aus des Königs Geschäft. Und verwunderte mich des Gesichts; und niemand war, der mir es auslegte." Dan.8,17. Soweit diese Aus­legung erklärt war, war sie leicht zu verstehen, deut­lich war gesprochen, dass der Widder den König von Medien und Persien darstellt und der Ziegenbock den König von Griechenland. Und im Hinblick auf die Erklä­rung die schon im zweiten und siebenten Kapitel Daniels dargestellt wurde, war die Beschreibung der nächst größeren Macht leicht zu verstehen, soweit der Engel mit seiner Erklärung ging. Jedoch in der Mitte des allerwichtigsten Teiles der Erklärung wurde Daniel schwach und ward krank und somit war der wichtigste Teil dieser Erklärung versäumt "und niemand verstand es." (Elbf.Üb. und Englische Üb.)

Wie dem auch war, der Prophet suchte ernstlich danach, dieses Gesicht zu verstehen. Und nach der Zer­störung Babylons im ersten Jahr des Königs von Medien und Persien kam der Engel wieder zu Daniel und sagte: "Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren." Dan.9,1.22. Und es war das Verständnis in diesem bewussten Gesicht, in welchem Daniel schwach wurde, wozu der Engel jetzt kam, dies zu erklären. Demzufolge richtete er jetzt Daniels Aufmerksamkeit zuerst auf dieses Gesicht indem er erklärte; "Denn da du anfingst zu beten, ging dieser Befehl aus, und ich komme darum, dass ich dir es anzeige, denn du bist lieb und wert; So merke nun darauf, dass du das Gesicht verstehest." Vers 23. Indem er somit des Propheten Aufmerksamkeit auf das Gesicht richtete, begann der Engel sofort die Zeit die darin angeführt ist zu erklären, die auf Grund des schwach Werdens des Propheten unerklärt geblieben war. Und so sagte er: "Siebzig Wochen sind bestimmt über dein Volk und über die heilige Stadt." Vers 24.

Das Wort " bestimmt" zeigt uns, dass dem Grenzen gesetzt sind. Als der Engel das erste Gesicht zeigte, führte er Daniel zu dem Punkt wo die Zeitbestimmung gegeben war    - die 2300 Abende und Morgen. Jetzt jedoch führte er Daniel darauf hin, die Ereignisse dieser gegebenen Zeit   zu erklären. Siebzig Wochen, oder vierhundert und  neun­zig (490) dieser Tage sind den Juden und Jerusalem be­stimmt: Und dies zeigt demzufolge, dass Grenzen gesetzt sind für das Bestehen der Juden und Jerusalem als Gottes Volk und Gottes Stadt. Dieses sind prophetische Tage in welchen ein Tag für ein Jahr gerechnet wird, wo die 70 Wochen - oder 490 Jahre ein Teil dieser 2300 Tage sind, welche wiederum 2300 Jahre sind. Der Beginn der 490 Tage ist somit ebenfalls der Anfang der 2300 Jahre.

Die Geschichte der '70 Wochen' oder 490 Jahre, wird von dem Engel folgendermaßen erklärt. "So wisse nun und merke: von der Zeit an, da ausgeht der Befehl, dass Jerusalem soll wiederum gebaut werden, bis auf den Gesalbten, den Fürsten, sind sieben Wochen; und zwei­undsechzig Wochen, so werden die Gassen und Mauern wieder gebaut werden, wiewohl in kümmerlicher Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und nichts mehr sein. Und das Volk eines Fürsten wird kommen und die Stadt und das Heilig­tum verstören, dass es ein Ende nehmen wird, wie durch eine Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wüst bleiben. Er wird aber vielen den Bund stärken eine Woche lang. Und mitten in der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhören. Und bei den Flügeln werden stehen Gräuel der Verwüstung, bis das Verderben, welches be­schlossen ist, sich über die Verwüstung ergießen wird, Dan.9,25-27.

Der Befehl Jerusalem wiederherzustellen und aufzu­bauen geht zurück auf das Jahr 457 v.Chr. und es ist im siebenten Kapitel in Esra beschrieben. Der Erlass war ausgegeben von Babylon und war zuerst Esra gegeben, dass er mit Machtbefugnis ausgerüstet, Babylon ver­lassen sollte und mit sich Leute und Material nehmen sollte, wie es benötigt würde, Jerusalem wieder auf­zubauen und Gottesdienst einzurichten.

Zum zweiten ging der Befehl an alle Schatzmeister, welche auf der anderen Seite des Euphratflusses waren und welches die Anordnung enthielt, Esra mit all dem zu beliefern, was immer auch benötigt wurde, das Werk fort­zuführen. Es war der 5.Monat im Jahr als Esra Jerusa­lem erreichte, damit war das halbe Jahr 457 schon vor­bei; welches uns also ungefähr das Jahr 456 ein halb geben würde als die Zeit der 490 Jahre und der 2300 Jahre.

Von diesem Zeitpunkt an  waren 483 Jahre gegeben bis zum Messias, welcher somit 26 ein halb Jahre in die christliche Zeitrechnung hineinreichen würde, welches also das Jahr des Erscheinens Christi als der Messias in Seinem öffentlichen Dienst bedeutete, als Er im Jordan getauft und mit dem Heiligen Geist gesalbt wurde. Mark.7,9-11; Matth.3,13-17. Nach diesem, sollte der Messias "den Bund stärken" "für eine Woche" - die übriggebliebene Woche der siebzig jedoch, in der Mitte dieser Woche wird "das Opfer und Speisopfer aufhören" indem Er sich selbst opferte am Kreuz. Die Mitte der Woche würde das Ende der 3 ein halb der sieben Jahre von Herbst 27 n. Chr. sein. Dies führt uns zum Frühjahr 31 n.Chr., genau der Zeit­punkt als Christus gekreuzigt wurde, und somit durch sein eigenes Opfer - das einzig wahre Opfer für Sünden - den Opferdienst und der Ableistung desselben ein Ende setzte. Der Vorhang des irdischen Tempels war in zwei Teile gerissen, von oben an bis unten, welches somit anzeigte, dass der Gottesdienst ein Ende hatte und das irdische wüst gelassen sei.

Es war jedoch noch die letzte Hälfte der siebzigsten Woche übriggelassen als eine Zeit der besonderen Ver­günstigung für die Juden und Jerusalem. Diese Hälfte der Woche die im Frühjahr 31 n.Chr. begann, ging bis zum Herbst des Jahres 34. In dieser Zeit predigten all diejenigen die zerstreut waren in der Trübsal, so sich über Stephanus erhob, gingen umher bis gen Phönizien, Zypern und Antiochien und redeten das Wort zu niemand als zu den Juden." Apg.11,19; 8,4. Als diese Zeit jedoch verstrichen war und die Juden sich verhärtet hatten in der Ablehnung des Messias und Seines Evan­geliums, war ihre Entscheidung angenommen; und unter der Führung von Petrus und Paulus war die Tür des Glau­bens vollständig geöffnet für die Heiden, denen der restliche Teil der 2300 Jahre gehörte.

Nach den 490 Jahren die für die Juden und Jerusalem gesetzt waren, verblieben 1810 Jahre den Heiden. Diese Periode beginnt wie festgestellt im Herbst 34 n.Chr., und reicht unzweifelhaft zum Herbst 1844 und zeigt dieses Datum als die Beendigung der 2300 Jahre, wo zu dieser Zeit nach dem Wort des Heiligen in Dan.8:14: "dann das Heiligtum wieder geweiht werden wird."

1844 war also die genaue Zeit, "der Tag der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird," dass da "soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie Er hat ver­kündigt seinen Knechten, den Propheten."

In dieser Zeit wird der Schrecken der großen Dunkel­heit gebrochen werden, durch welchen das Geheimnis der Bosheit durch die Jahrhunderte das Geheimnis Gottes verborgen gehalten hat.

Zu dieser Zeit wird das Heiligtum und der wahre Tempel und die Wahrheit darüber, von dem Grund, auf den Menschen der Sünde sie gestoßen hatten und mit Füßen getreten, zum Himmel erhoben wo es hingehört und von wo es hinaus scheinen wird in einem solchen Licht, dass die Erde mit Herrlichkeit erleuchtet sein wird.

Zu dieser Zeit wird die überwältigende Wahrheit des Priesteramtes und Dienstes Christi von der Vergessenheit erhoben werden, zu welcher ihn der Gräuel und die Über­tretung der Verwüstung überliefert hat. Und wird noch einmal für immer im wahrhaften und himmlischen Platz aufgestellt durch den Glauben der Gemeinde, und voll­endet in jedem wahrhaften Gläubigen die Vollkommenheit, welches der ewige Plan Gottes ist, welchen Er dar­stellte in Christus Jesus unserem Herrn.

 

KAPITEL 3

DIE REINIGUNG DES HEILIGTUMS

Die Reinigung des Heiligtums und die Beendigung des Geheimnisses Gottes sind in bezug auf die Zeit identisch; sie sind auch so eng miteinander verknüpft, um praktisch im Charakter und Ereignis gleichbedeutend zu sein.

In dem "Abbild ... des Himmlischen“ in dem sicht­bar gemachten Heiligtumsdienst, wurde der Ablauf des Dienstes jährlich abgeschlossen; und die Reinigung des Heiligtums war die Beendigung jenes sinnbildlichen und jährlichen Dienstes. Diese Reinigung des Heiligtums war die Herausnahme und die Hinwegnahme aller "Unreinigkeit der Kinder Israel" aus dem Heiligtum "wegen ihrer Übertretungen in allen ihren Sünden," welche durch das Amt des Priestertums im Heiligtum während des jährlichen Dienstes in das Heiligtum her­eingebracht wurden.

Die Beendigung dieser Arbeit im Heiligtum und für das Heiligtum war gleicherweise die Beendigung des Dienstes für das Volk. Denn an jenem Tag der Reinigung des Heiligtums, welcher der Versöhnungstag war, wurde jeder einzelne des Volkes, der nicht durch Erforschung des Herzens, Bekenntnis und Ablegen der Sünde an dem Dienst der Reinigung des Heiligtums teilnahm, für immer getrennt. Auf diese Weise dehnte sich die Reini­gung des Heiligtums genauso auf das Volk aus und schloss das Volk ebenso mit ein, wie sie sich auf das Heiligtum selbst bezog. Und wer auch immer vom Volk nicht in die Reinigung des Heiligtums eingeschlossen und gleicherweise mit dem Heiligtum nicht selbst von aller Ungerechtigkeit, Übertretung und Sünde gereinigt war, wurde für immer ausgerottet. 3.Mose 16,15-19, 29-34; 23,27-32.
Und das war alles "ein Gleichnis auf die gegenwär­tige Zeit." Jenes Heiligtum, Opfer, Priestertum und Amt war ein Gleichnis des Wahren, welches das Heiligtum, Opfer, Priestertum und Amt Christi ist. Und jene Rei­nigung des Heiligtums war ein Gleichnis des wahren, welche die Reinigung des Heiligtums ist-das der Herrn aufgerichtet hat und kein Mensch, der wahrhaften Stiftshütte, - von aller Unreinigkeit der in Jesus Gläubigen, wegen all ihrer Übertretungen in allen ihren Sünden. Und die Zeit dieser Reinigung des Wahren ist in den Worten des wundervollen Allwissenden erklärt. Es sagt: "Bis zweitausenddreihundert Abende und Morgen um sind, dann wird das Heiligtum gereinigt werden," welches das Heiligtum Christi im Jahr 1844 ist.

Und in der Tat ist das Heiligtum, von welchem Christus der Hohepriester ist, das einzige, das mög­licherweise 1844 gereinigt werden konnte, weil es nur das einzige ist, das da ist. Das Heiligtum welches ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit war, wurde durch die römischen Armeen zerstört, die gekommen waren, jene Stadt (Dan.9,26) und jenes Heiligtum zu zerstören. Auch sein Ort sollte wüst sein, sogar "bis zum Ende." Deshalb war das einzige Heiligtum, das möglicherweise zu der Zeit gereinigt werden konnte, auf das sich der wundervolle Allwissende am Ende der zweitausend dreihundert Abend und Morgen bezog, allein das Heilig­tum Christi - das Heiligtum, von dem Christus Hohe­priester und Diener ist; das Heiligtum und wahrhaftige Stifts-Hütte von welchem Christus, zu rechten Hand Gottes, wahrer Priester und Diener ist; das Heiligtum und wahrhafte Hütte, welche "Gott aufgerichtet hat und kein Mensch."

Was diese Reinigung bedeutet, ist klar in den ganzen Schriftstellen gezeigt, die wir jetzt studieren, näm­lich Dan.9,24-28. Indem der Engel Gottes Daniel die Wahrheit bezüglich der zweitausend dreihundert Tage erklärt, sagt er ihm auch das große Ziel des Herrn in dieser Zeit, wie es sich auf beide, Juden und Heiden bezieht. Die Begrenzung der siebzig Wochen oder vier­hundertneunzig Jahre für die Juden und Jerusalem ist, -ausdrücklich erklärt,-dazu da, "um die Übertretung zum Abschluss zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und  die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und  Gesicht und Propheten zu] versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben." Daniel 9,24. (Elbf.Üb.)

Das ist die wahre Absicht Gottes in dem Heiligtum und seinem Dienst zu jeder Zeit: ob in dem vorbildli­chen oder wahren, ob für Juden oder für Heiden, ob auf Erden oder im Himmel. Siebzig Wochen oder vierhundert­neunzig Jahre war die den Juden hierfür gesetzte Zeit­begrenzung, um dieses für sie und in ihnen selbst aus­zuführen. Um das für jenes Volk im Besonderen vor allen Völkern zu bewerkstelligen, kam Christus selbst in Person, ihnen den Weg zu zeigen und sie in diesem Wege zu führen. Aber sie wollten es nicht.

Statt in Ihm den Einen Gnadenvollen zu sehen, der die Übertretung zum Abschluss bringen, den Sünden ein Ende machen, die Ungerechtigkeit sühnen und zu jeder Seele ewige Gerechtigkeit bringen würde, sahen sie in Ihm nur "Beelzebub, den Obersten der Teufel";
nur einen, für den sie bereitwillig einen Mörder im Austausch erwählen würden;
nur einen, den sie als König öffentlich verwenden würden, um dafür einen römischen Cäsar als ihren einzi­gen König zu erwählen;nur einen, den sie für so wert hielten, um durch kreuzigen aus dieser Welt ausgeschlossen zu werden.

Konnte Er für solch ein Volk und in solch einem Volk wie jenem, die Übertretung zum Abschluss bringen, dem sündigen ein Ende machen, die Ungerechtigkeit sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einbringen? - Unmöglich; unmöglich durch ihre beharrliche Auflehnung. Anstatt es Seinem Wesen zu erlauben, solch ein gnadenreiches und wunder­volles Werk für sie zu tun, war Er aus den Tiefen göttlichen Mitleids und Kummers genötigt, zu ihnen zu  sagen: "Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Pro­pheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder  versammeln  wollen,  wie eine Henne versammelt ihr Kücklein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt?" "Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volke gegeben werden, das seine Früchte bringt." Matth.23,37-38. 21-43.

Der Nation, welcher das Königreich Gottes aufgrund der Verwerfung durch die Juden gegeben wurde, waren die Heiden. Und das, was für die Juden in den für sie abgegrenzten vierhundertneunzig Jahren getan werden sollte, was sie aber in keiner Weise erlaubt hatten, das es für sie getan werde, das ist dasselbe, was für die Heiden getan werden sollte, denen das Königreich Gottes in den 1810 zugeteilten Jahren gegeben ist. Und jene Arbeit lautet:

"Das Übertreten zum Abschluss zu bringen und dem sündigen ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein hochheiliges zu salben."

Dies kann allein nur in der Beendigung des Geheim­nisses Gottes, in der Reinigung des wahren, christli­chen Heiligtums getan werden. Und dieses ist nur in der Reinigung des wahren Hei­ligtums getan, einerseits in dem Abschluss der Über­tretung und der Beendigung der Sünden, in der Vervoll­kommnung der Gläubigen in Jesum, und andererseits in dem Abschluss der Übertretung und der Beendigung der Sünden, in der Vernichtung der Gottlosen und der Rei­nigung des Universums von allem Makel der Sünde, der je darauf gewesen ist.

Die Beendigung des Geheimnisses Gottes ist das Be­enden der Arbeit des Evangeliums.Und die Beendigung der Arbeit des Evangeliums ist:    1) die Hinwegnahme von aller Spur der Sünde und die Einbringung von ewiger Gerechtigkeit - Christus völlig geformt - in jedem Gläubigen, Gott allein geoffenbart in dem Fleisch jedes Gläubigen in Jesum und 2) auf der anderen Seite, bedeutet die Beendigung der Arbeit des Evangeliums nur die Vernichtung derer, die dann nicht das Evangelium angenommen  haben (2.Thess.1,7-10): denn es ist nicht der Weg des Herrn, das Leben der Menschen fortzusetzen, wenn der einzig mögliche Gebrauch, den sie mit dem Leben machen werden, der ist, mehr Elend auf sich selbst zu häufen.

Wiederum haben wir im Dienst des irdischen Heilig­tums gesehen, wenn die Arbeit des Evangeliums im jähr­lichen Dienst wegen denen, die daran teilgenommen hatten, beendet war, dann wurden alle, die keinen Teil daran hatten, abgetrennt. Dieses "ist ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit" und es lehrt uns Klar dass in dem Dienst des wahren Heiligtums, wenn die Arbeit des Evangeliums für solche, die daran teilgenommen haben, beendet sein wird, dann alle solche, die nicht daran teil hatten, abgetrennt werden.

Daher ist die Beendigung des Geheimnisses Gottes in jeder Hinsicht das schließliche Ende   von Sünde.

Der Dienst im irdischen Heiligtum zeigt auch, um das Heiligtum in dieser Anordnung zu reinigen und den Lauf des Evangeliumsdienstes da zu beenden, es erst im Menschen selbst beendet werden muss, der in dem Dienst einen Teil hat.

Das will  besagen:

· In dem   Heiligtum selbst  konnte die Über­tretung nicht  abgeschlossen,

· ein Ende  der Sünden nicht gemacht,

· die Ungerechtigkeit nicht  gesühnt,  und

· die  immerwährende  Gerechtigkeit nicht  ein­gebracht werden, bis das alles in jeder Person, die einen Teil im Dienst des Heiligtums hatte, ausgeführt wor­den war.

Das Heiligtum konnte solange nicht ge­reinigt werden, solange durch die Bekenntnisse der Leute und die Fürsprache der Priester ein Strom von Ungerechtigkeiten, Übertretungen und Sünden sich in das Heiligtum ergoss.

Die Reinigung des Heiligtums, mit Bezug auf das Heiligtum selbst, war die  Herausnahme  und  die Hinwegnahme all der Übertretungen des Volkes vom Heiligtum, welche durch den Dienst der Priester während des Jahres in das Heiligtum hereingenommen wurden.

Und dieser Strom musste in seiner Quelle in den Her­zen und Leben der Anbeter zu einem Halt gebracht sein, bevor das Heiligtum selbst möglicherweise gereinigt werden konnte.

Deswegen war die allererste Arbeit der Reinigung des Heiligtums die Reinigung des Volkes. Das, was da für die Reinigung des Heiligtums zum Abschluss der Über­tretungen und zur Einbringung der ewigen Gerechtigkeit vorbereitend und wesentlich war, war

der Abschluss der Übertretung und

die Beendigung der Sünden und

die Sühne der Ungerechtigkeit und

die Einbringung der ewigen Gerechtigkeit in das Herz

und Leben eines jeden einzelnen aus dem Volk.

Wenn der Strom, der in das Heiligtum floss, so in seinem Ursprung gestoppt wurde, dann und dann allein konnte das Heiligtum selbst von den Sünden und Über­tretungen gereinigt sein, welche von den Leuten, durch die Fürsprache der Priester, in das Heiligtum geflos­sen waren.

Und das alles war "ein Gleichnis auf die gegenwär­tige Zeit" - "ein Gegenbild des wahrhaftigen."

Dadurch werden wir klar belehrt, dass die Reinigung von jedem einzelnen der Gläubigen, der einen Teil in jenem Dienst des wahren Hohepriesters in dem wahrhaf­tigen Heiligtum hat, dem Dienst unseres großen Hohepriesters in der Reinigung des wahrhaftigen Heiligtums vorangehen muss.

Es ist klar, dass Übertretung abgeschlossen werden, ein Ende von Sünden und Sühne aller Ungerechtigkeit gemacht und, ewige Gerechtigkeit in die Herzenserfahrung jedes in Jesus Gläubigen eingebracht werden muss, bevor die Reinigung des wahrhaftigen Heiligtums aus­geführt sein kann.
Und das ist der alleinige Grund des wahren Priester­tums in dem wahrhaftigen Heiligtum. Die Opfer, das Priestertum, und das Amt in dem Heiligtum, welches nur ein Gleichnis auf die gegenwärtige Zeit war, konnten wirklich nicht Sünde hinweg nehmen, konnten die Hinzu­tretenden niemals vollkommen machen. Wogegen das Opfer, das Priestertum und das Amt Christi in dem wahren Hei­ligtum die Sünden für immer hinweg nimmt, die Hinzu­tretenden vollkommen macht, und "die, welche geheiligt werden, für immer vollendet."

KAPITEL 4

DIE ZEIT DER ERQUICKUNG

Jetzt, in dieser gegenwärtigen Zeit, in der Zeit der Vollendung der Hoffnung aller Zeitalter,

der Zeit, wenn das wirkliche Heiligtum tatsächlich gereinigt sein wird,

in der Zeit, wenn die Arbeit des Evangeliums voll­kommen sein wird, und das Geheimnis Gottes in der Tat vollendet ist - jetzt, ist die Zeit aller Zeiten, die jemals in der Welt war, wenn die Gläubigen in Jesus - die gesegneten Ziele seiner ehrenvollen Prie­sterschaft und wundersamen Fürbitte im wahrhaftigen Heiligtum - Teilhaber des vollen Maßes seiner himmli­schen Gnade werden sollen und in ihrem Leben die Über­tretung beendet sein wird, ein Ende ihrer Sünden, und die Versöhnung der Ungerechtigkeit für alle Zeiten be­wirkt, und in der Vollkommenheit der Wahrheit eine immerwährende Gerechtigkeit eingebracht sein wird.

Dies ist genau genommen der alleinige Grund der Priesterschaft und des Dienstes Christi in dem wahr­haftigen Heiligtum.

Ist dieses Priesteramt nicht ausreichend?

Ist sein Dienst nicht wirksam, seinen Zweck zu erfüllen?

Ganz sicherlich.

Nur durch diese Mittel kann es möglich sein, dass die Sache ausgeführt wird. Keine Seele kann jemals aus sich selbst die Übertretung beenden oder ein Ende der Sünden machen oder eine Versöhnung der Missetat vor­nehmen oder immerwährende Gerechtigkeit in ihr eigenes Leben einbringen.

WENN ES DOCH GETAN WERDEN KANN, DANN MUSS ES ALLEIN DURCH DAS PRIESTERAMT UND DEN DIENST VON IHM SEIN, DER SICH SELBST GAB UND DER GEGEBEN WURDE, DASS ER DIESE GANZE SACHE FÜR JEDE SEELE AUSFUHREN KANN UND JEDE SEELE "HEILIG UND UNSTRÄFLICH" IN DER SICHT GOTTES DARSTELLT.

Jeder, dessen Herz zur Wahrheit und Gerechtigkeit geneigt ist, wünscht, dass diese Sache bewerkstelligt werden soll.

Nur das Priesteramt und der Dienst Christi können dies bewirken.

Wir sind nun in dieser Zeit der vollkommenen und wirksamen Ausführung dessen für immer und ewig. Lasst uns deshalb an Ihn glauben, und dass Er es vollkommen und für alle Zeiten tut.

Nun ist die Zeit und dies ist die Arbeit, von der geschrieben steht, dass sie soll
"nicht länger verzogen werden."
Und warum  sollte  da auch ein weiterer Verzug stattfinden?

Wenn das Priesteramt unseres großen Hohepriesters wirksam ist, und wenn sein Opfer und Dienst volle Ge­nüge tut, und das, was verheißen ist, worauf jeder Gläubige hofft, warum sollte dann ein weiterer Verzug vorhanden sein, dass der Übertretung gewehrt, die Sünde abgetan, die Missetat versöhnt und eine immerwährende Gerechtigkeit jeder gläubigen Seele gebracht wird?

Lasst uns Ihm dann vertrauen, der sich selbst gegeben hat es zu tun, und der es allein möglich macht. Wir wollen Ihm darin vertrauen und alles emp­fangen in seiner Fülle, was jeder Seele gehört, die es glaubt, und die uneingeschränkt dem Oberhaupt und Hohepriester unseres Bekenntnisses - Jesum Christum -vertraut.

Wir haben gesehen, dass das kleine Horn - der Mensch der Sünde, das Geheimnis der Bosheit - sich an Stelle des himmlischen und heiligen Priesteramts, seines Dienstes und dessen Heiligtum, ein irdisches, menschliches  und  sündliches  Priesteramt, Dienst  und Heiligtum errichtet hat. In iesem Priesteramt und Dienst des Geheimnisses der Bosheit bekannte der Sünder dem Priester seine Sünden, und fuhr danach fort, weiter zu sündigen. In der Tat ist in diesem  Priesteramt und Dienst keine Kraft, etwas anderes zu bewirken, als weiter zu sündigen, sogar nachdem sie Ihre Sünden bekannt hatten. Aber, so traurig wie die sache auch sein mag, ist es doch zu wahr, dass solche, die nicht unter  dem Geheimnis der Bosheit stehen, sondern die   wirklich an Jesus und an Sein Priesteramt und Seinen Dienst glauben  -  ist es nicht zu wahr, dass sogar auch sie ihre Sünden bekennen, und DANN IN DER SÜNDE FORTFAHREN?

Aber  ist   das unserem großen Hohenpriester, seinem Opfer und seinem gesegneten Dienst gegenüber aufrichtig und recht? Ist es  in Ordnung, dass wir Ihn, Sein Opfer und Seinen Dienst    praktisch auf eine Stufe mit dem "Gräuel der Verwüstung" stellen, auf diese Weise sagen, dass in  Ihm und Seinem Dienst auch nicht mehr Kraft oder Wirksamkeit  ist, als in dem des "Geheimnisses  der Bosheit?" Möge der Herr für immer Seine Gemeinde und Sein Volk in diesem Tag ohne Verzug davon erretten, dass wir unseren großen Hohepriester, Sein schreckliches Opfer und Seinen ehrenvollen Dienst so herabwürdigen.

Lasst unser Vertrauen in unseren großen Hohepriester wahrhaftig sein und lasst es wirklich bedingungslos sein. Durch Protestanten wird oft die Bemerkung ge­macht, dass Katholiken in blinder Unwissenheit so voll­ständig ihrem Priester vertrauen. Und mit Respekt zu irgendeinem irdischen Priesteramt, der Gedanke ist richtig. Und noch ist das volle Vertrauen zum Priester ein ewiges Recht: Es muss jedoch Vertrauen zum richtigen Priester sein. Ein Vertrauen in ein falsches Priesteramt bringt im höchsten Grade Verderben. Aber der Grundsatz von vollem Vertrauen in den Priester ist ein ewiges Recht. Und JESUS CHRISTUS IST DER RICHTIGE PRIESTER.

Jeder, der deshalb Jesus Christus vertraut, dem Opfer, welches Er brachte, Seinem  Priesteramt und Seinem Dienst, den Er im wahrhaftigen Heiligtum ausübt, muss nicht nur seine Sünden bekennen, sondern muss darin für immer dem wahren Hohenpriester vertrauen in Seinem Dienst im wirklichen Heiligtum, dass er die Übertretung beendet, die Sünde abtut, die Missetat versöhnt und ewige Gerechtigkeit in sein Leben und Herz  gebracht hat.

Immerwährende Gerechtigkeit, bedenkt es. Nicht heute gerecht sein und morgen sündigen und wieder gerecht sein und wieder sündigen. Dies ist keine immer­währende Gerechtigkeit. Immerwährende Gerechtigkeit ist eine, die eingepflanzt ist und ohne Aufhören im Leben dessen besteht, der glaubte und bekannte, und der immer wieder glaubt und diese immerwährende Ge­rechtigkeit an Stelle aller Sünde und alles Sündigens empfängt.

DAS ALLEIN IST EINE EWIGWÄHRENDE GERECHTIGKEIT, DAS ALLEIN IST EWIGE ERLÖSUNG VON SÜNDE.

Und dieser unaussprechliche Segen ist das Gnaden­geschenk Gottes durch den himmlischen Dienst, den Er wegen uns errichtet hat in dem Priesteramt und Dienst Christi im himmlischen Heiligtum.

Demzufolge, heute, gerade jetzt, "solange es 'heute' heißt," lautet deshalb das Wort Gottes an alle Menschen, wie niemals  zuvor:

"SO TUT NUN BUSSE UND BEKEHRET EUCH, DASS EURE SÜNDEN VERTILGT WERDEN; AUF DASS DA KOMME DIE ZEIT DER ERQUICKUNG VON DEM ANGESICHTE DES HERRN, WENN ER SENDEN WIRD DEN, DER EUCH JETZT ZUVOR GEPREDIGT WIRD, JESUS CHRISTUS, WELCHER MUSS DEN HIMMEL EINNEHMEN BIS AUF DIE ZEIT, DA HERWIEDERGEBRACHT WERDE ALLES!" Apg.3,19-21.

Die Zeit des Kommens des Herrn und der Wiederher­stellung aller Dinge ist in der Tat ganz nahe vor der Tür, und der Grund des  Kommens Jesu ist -die Seinen zu sich zu nehmen um Sich Seine glorreiche Gemeinde darzu­stellen die "nicht  hab  einen  Flecken oder Runzel oder des etwas," sondern die da ist "heilig und unsträflich," und DASS ER SICH SELBST IN SEINEN HEILIGEN WIDERGESPIEGELT SIEHT. UND BEVOR ER SO KOMMT, MUSS SEIN VOLK IN DIESEM ZU­STAND SEIN.

Bevor Er kommt müssen wir in diesen Stand der Vollkommenheit, in das vollständige Bild Jesu gebracht worden sein.  Eph.4,7.8.11-13.

Und dieser Stand der Vollkommenheit, diese Entwicklung des vollkommenen Bildes Jesu in jedem Gläubigen, das ist die Beendigung des Geheimnisses Gottes, welches ist

CHRISTUS IN EUCH, DIE HOFFNUNG DER HERRLICHKEIT.

Diese Wiederherstellung ist ausgeführt in der Rei­nigung des Heiligtums, welches ist die Beendigung des Geheimnisses Gottes, die abschließende Beendigung der Übertretung, ein vollständiges Ende der Sünden, eine Versöhnung der Missetat, ein Einbringen der immer­währenden Gerechtigkeit, ein Entsiegeln der Gesichte und Prophetie und die Salbung des Allerheiligsten.

Die Gegenwart ist die Zeit, wo das Kommen Jesu und die Wiederherstellung aller Dinge kurz vor der Tür stehen.

UND DIESE ENDGÜLTIGE VOLLKOMMENHEIT DER HEILIGEN HAT NOTWENDIGERWEISE DEM KOMMEN DES HERRN UND DER WIE­DERHERSTELLUNG ALLER DINGE VORAUSZUGEHEN.
WIR WISSEN DURCH JEDES ZEUGNIS, DASS WIR JETZT IN DER ZEIT DER ERQUICKUNG –
DER ZEIT DES SPÄTREGENS SIND!

Und so gewiss, wie dem so ist, so sind wir auch in der Zeit der gänzlichen Auslöschung aller Sünden, die jemals gegen uns gewesen sind.

Und die Austilgung der Sünden ist die Reini­gung des Heiligtums; sie ist die Beendigung aller Übertretung in unserem Leben; sie ist die Beendigung aller Sünden in unserem Charakter; sie ist die Ein­bringung der ganzen Gerechtigkeit Gottes, die durch Glauben an Jesus ist, dass Er allein immerwährende Wohnung nehme.

Diese Auslöschung der Sünden muss dem Empfang der Erquickung des Spätregens vorausgehen. Denn er fällt NUR auf solche, die den Segen Abrahams haben, dass die Verheißung des Geistes kommt; es sind nur solche, die erlöst sind von Sünde, auf die der Segen Abrahams kommt.  Gal.3,13-14.

Deshalb jetzt, wie nie zuvor, sind: wir auf­gerufen, zu bereuen und bekehrt zu sein, dass unsere Sünden ausgelöscht und ein gänzliches Ende von ihnen für immer in unserem Leben gemacht werden soll, damit die immerwährende Gerechtigkeit eingebracht werde. Und das in Übereinstimmung damit, dass die Fülle der Aus­gießung des Heiligen Geistes in dieser Zeit der Erquickung  des  Spätregens  unsere  sei.

Und dies alles muss getan werden, damit die Ernte -Reife -Botschaft des Evangeliums vom Königreich, in der ganzen Welt gepredigt werde mit der Kraft aus der Höhe, durchweiche die Erde mit seiner Herrlichkeit erleuchtet werden soll.

 

KAPITEL 5

ZUSAMMENFASSUNG

 

 

CHRISTUS der Herr, der Sohn Gottes, kam vom Himmel hernieder, ward Fleisch und wohnte unter Menschen als der Sohn der Menschen. Das ist eine ewige Festsetzung im christlichen Glauben.

Er starb am Kreuz auf Golgatha für unsere Übertre­tungen. Das ist eine ewige Abmachung im christlichen Glauben.

Er stand zu unserer Rechtfertigung von den Toten auf. Dieses ist eine ewig feste Stellung im christli­chen Glauben.

Er fuhr als unser Advokat gen Himmel und er sitzt als solcher zur rechten Hand des Thrones Gottes. Dieses ist eine ewige Festsetzung im christlichen Glauben.

Er ist ein Priester auf seines Vaters Thron - ein Priester für immer, nach der Ordnung Melchisedeks. Dies ist eine ewig feste Stellung im christlichen Glauben.

Zur rechten Hand Gottes, auf dem Thron Gottes, als Priester auf Seinem Thron, ist Christus "ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch." Das ist eine ewige Festsetzung im christlichen Glauben.

Und Er wird wiederkommen in den Wolken des Himmels mit Kraft und großer Herrlichkeit um sein Volk zu sich zu nehmen, um sich selbst seine glorreiche Gemeinde darzustellen und die Welt zu richten. Dies ist eine ewige Festsetzung im christlichen Glauben.

Dass Christus in dem Fleisch lebte, am Kreuz starb, von den Toten auferstand, gen Himmel fuhr und zur rechten Hand des Thrones Gottes im Himmel sitzt, MUSS eine ewige Festsetzung im Glauben eines jeden Christen sein, damit jener Glaube Wahr und vollkommen sei.

Dass dieser gleiche Jesus ein Priester zu der rechten Hand Gottes auf jenem Thron ist, MUSS eine ewige Ab­machung im Glauben eines jeden Christen sein, damit jener Glaube wahr und vollkommen sei.

Dass Christus, der Sohn Gottes, als Priester zu der rechten Hand Gottes, auf seinem Thron da "ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch" ist, MUSS eine ewige Festsetzung im Glauben eines jeden Christen sein, damit jener Glaube wahr und vollkommen sei.

Und dieser wahre Glaube in Christus, den Sohn Gottes, als jenem wahren Priester, in jenem wahren Amt jenes wahren Heiligtums, zu der rechten Hand des Throns der Majestät in den Himmeln, dass sein Priestertum und Amt Übertretung abschließt, ein Ende von Sünden und Sühne für Ungerechtigkeit macht und ewige Gerechtigkeit einbringt - dieser wahre Glaube wird jeden Hinzutre­tenden vollkommen machen. Er wird ihn für das Siegel Gottes und für die abschließende Salbung des Hochhei­ligen vorbereiten.

Durch diesen wahren Glauben, kann jede Seele, die von diesem wahren Glauben ist, mit Sicherheit wissen, dass in ihr und ihrem Leben Übertretung abgeschlossen und ein Ende der Sünden gemacht ist, dass Aussöhnung für all die Ungerechtigkeit ihres Lebens gemacht ist, und dass immerwährende Gerechtigkeit eingebracht ist, um in ihrem Leben für immerdar zu regieren. Dieses kann sie mit vollkommener Gewissheit wissen, WEIL DAS WORT GOTTES SO SPRICHT, und wahrer Glaube durch das Hören von Gottes Wort kommt.

Alle, die von diesem wahren Glauben sind, können  das alles so wirklich wissen, wie sie es wissen können, dass Christus zu der rechten Hand von Gottes Thron ist.  Sie können es geradeso wirklich  wissen, wie sie es wissen, dass Er Priester auf jenem Thron ist. Sie können es geradeso wirklich wissen, wie sie es wissen können, dass Er da "ist ein Pfleger des Heiligen und der wahrhaftigen Hütte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch." Und das alles kann genauso wirklich gewusst werden, wie jede andere Feststellung von Gottes Wort bekannt sein kann, weil Gottes Wort es alles feststellt.

Deshalb, jetzt, in dieser Zeit, sollte jeder Gläubige in Jesu, sich in der Stärke des wahren Glaubens erheben und uneinge­schränkt in die Verdienste unseres großen Hohepriesters vertrauen, in Sein heiliges Amt und in Seine Fürsprache für uns.

Im Vertrauen in diesen wahrhaften Glauben, lasst jeden Gläubigen in Jesus für immer in tiefem Einge­denken Gott danken, dass es nun bewerkstelligt ist,

· dass in eurem Leben Übertretung abgeschlossen ist,

· dass ihr mit den gottlosen Dingen für immer fertig seid;

· dass in eurem Leben ein Ende von Sünden gemacht ist, und dass ihr von ihnen für immer frei seid;

· dass Versöhnung für Ungerechtigkeit gemacht ist, und dass ihr für immer von ihr durch das kostbare Blut der Besprengung gereinigt seid: und

· dass ewige Gerechtigkeit in euer Leben hereingebracht ist, um

 

FÜR IMMER ZU HERRSCHEN,

EUCH AUFRECHT ZU ERHALTEN,

EUCH ZU FÜHREN,

EUCH ZU RETTEN,

IN DER FÜLLE JENER EWIGEN ERLÖSUNG, WELCHE DURCH DAS BLUT CHRISTI ZU JEDEM IN JESUS GLÄUBIGEN, UNSEREM GROSSEN HOHENPRIESTER UND WAHRHAFTIGEN FÜRSPRECHER, GEBRACHT IST.

Und dann lasst jede Seele, die es erfahren   hat, in der Gerechtigkeit, dem Frieden und      Kraft dieses wahren Glaubens, die glorreiche Nachricht des Priestertums Christi, die   Reinigung des Heiligtums, die Beendigung des Ge­heimnisses Gottes, die Zeit der kommenden Erquickung und das baldige Kommen unseres Herrn, zu allen Menschen und bis ans Ende der Welt verkündigen, um an jenem Tage "wenn er kommt verherrlicht zu werden in Seinen Heili­gen" auf "dass er sieh selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern dass sie heilig sei und unsträflich." (2.Thess.1,10. Konk. Üb.)

"DIE SUMME DESSEN ABER, WAS WIR SAGEN, IST: WIR HABEN EINEN SOLCHEN HOHENPRIESTER, DER ZUR RECHTEN DES THRONES DER MAJESTÄT IM HIMMEL SITZT, EINEN DIENER DES HEILIGTUMS UND DER WAHRHAFTIGEN STIFTSHÜTTE, WELCHE DER HERR ERRICHTET HAT, UND NICHT EIN MENSCH."

"DA WIR NUN, BRUDER, FREIMÜTIGKEIT HABEN ZUM EIN­TRITT IN DAS HEILIGTUM DURCH DAS BLUT JESU, AUF DEM NEUEN UND LEBENDIGEN WEGE, WELCHEN ER UNS EINGEWEIHT HAT DURCH DEN VORHANG HIN, DAS IST SEIN FLEISCH, UND EINEN GROSSEN PRIESTER ÜBER DAS HAUS GOTTES, SO LASST UNS HINZUTRETEN MIT WAHRHAFTIGEM HERZEN, IN VOLLER GE­WISSHEIT DES GLAUBENS, DIE HERZEN BESPRENGT UND ALSO GEREINIGT VOM BÖSEM GEWISSEN, UND DEN LEIB GEWASCHEN MIT REINEM WASSER." UND "LASST UNS DAS BEKENNTNIS DER HOFFNUNG UNBEWEGLICH FESTHALTEN DENN TREU IST ER, DER DIE VERHEISSUNG GEGEBEN HAT."

 

A.T.Jones                                               

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