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und die Wahrheit wird euch frei machen enn ihr in meinem Wort bleibt, 
so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
W Joh. 8,31-32

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Die 5 Grundregeln wahrer Schriftauslegung.

 

In den heutigen Kirchen und Glaubensgemeinschaften müssen wir leider eine große Zahl unterschiedlicher Auslegungen der Hl.Schrift feststellen, wo doch nur eine einzige Schriftauslegung als die göttliche Wahrheit in Betracht kommen kann. Wie können wir aber unter den vielen verschiedenen Auslegungen der Hl.Schrift die wahre, göttliche Lehre mit Gewissheit erkennen und so vor menschlichen Irrtümern bewahrt bleiben? Wir müssen, wenn wir die göttliche Wahrheit finden wollen, einige wichtige Regeln der echten Schriftauslegung beachten! Denn so wie man bei dem Aufbau eines Hauses bestimmte Regeln und Baugrundsätze einhalten muß, ebenso muß man auch bei der Aufrichtung des biblischen Lehrgebäudes - und das wird weitgehend übersehen - die folgenden 5 Hauptregeln wahrer Schriftauslegung befolgen:

 

1. Die Hl. Schrift ist allein massgeblich

 

Man darf zur Hl.Schrift keinerlei menschliche Zusätze wie z.B. die jüdischen "Aufsätze der Ältesten" (Matth.15,2) hinzufügen, auch nicht die "Apokryphen", die in manchen Bibeln zwischen dem Alten und Neuen Testament eingefügt sind, auch keine unbiblischen "Kirchenväterlehren" und katholischen Dogmen, die - wie z. B. die Dogmen von der unbefleckten Empfängnis und leiblichen Himmelfahrt Marias - keinerlei Begründung in der Hl.Schrift finden, weiterhin auch kein "Buch Mormon", das die sich "Heilige der letzten Tage" nennenden "Mormonen" zur Hl.Schrift hinzufügen, auch kein angebliches "4.Buch Esra", das die "Neuapostolische Gemeinde" zum Nachweis ihrer Daseinsberechtigung heranziehen möchte. Von solchen und ähnlichen Beifügungen zur göttlichen Wahrheit sagt die Hl.Schrift: "Tue nichts zu seinen Worten, daß er dich nicht strafe und werdest lügenhaft erfunden." Spr.30,6; siehe auch 5.Mose 4,2; Hesek.13,4-16; Matth.15,3-9; Offb.22,18.19; Gal.1,8.9'

 

2. Die ganze Hl. Schrift muss beachtet werden

 

Man darf zur Erforschung der biblischen Wahrheit nicht etwa einen Teil der Hl.Schrift, besonders die göttlichen Forderungen und Ermahnungen, geringschätzen oder gar beiseitesetzen. Dies gilt-vor allem auch für die Hl.Schrift Alten Testaments, die mit ihrem göttlichen Zehn-Gebote-Gesetz und Prophetenwort ewige Gültigkeit besitzt (Jes.40,8) und deshalb auch von Jesus und seinen Aposteln im Neuen Testament nicht aufgehoben worden ist (Matth.5,17; Apg.24,14). Dieses ewige Gotteswort Alten Testaments ist auch heute noch der eine vollgültige Zeuge von jenen zwei Zeugen, dem Alten und Neuen Testament, die Jesus nach Offb.11,3 zum wahren Zeugnis seines Evangeliums berufen hat. Deshalb sagt Jesus gerade von dem alttestamentlichen Gotteswort: "Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeuget." Joh.5,39.

Hierbei darf freilich die Hl. Schrift Alten Testaments nicht mit dem "Alten Bund" verwechselt werden! Der "Alte Bund" mit seiner Beschneidung und mit dem im "Gesetz Mose" gebotenen Priester-, Opfer- und Festtagsdienst hat - wie Gottes Wort deutlich lehrt- mit der Stiftung des Neuen Bundes sein vorgesehenes Ende gefunden: Dan.9,27; Apg.15,5-10; Gal.5, 1-6; Kol.2,14.16.17; Hebr.7,11-19;10,1-9. Demgegenüber behält aber das ewige Sittengesetz der Zehn Gebote Gottes mit dem gesetzesaufrichtenden Zeugnis der Propheten nach wie vor seine volle Gültigkeit und Verpflichtung für die Nachfolger Jesu.

In gleicher Weise fordert Jesus auch die genaue Erfüllung des neutestamentlichen Gotteswortes, wenn er seine Jünger beauftragt: "...lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe!" (Matth.28,20). Nur durch solch treue Erfüllung aller Worte Gottes im Alten und Neuen Testament kann der Christ - entsprechend der 2.Grundregel wahrer Schriftauslegung- vor religiösen Irrwegen bewahrt bleiben.

 

3. Die Hl. Schrift ist ihr eigener Ausleger.

 

Die Hl.Schrift darf nicht nach Wunsch oder Menschenmeinung, sondern nur durch sich selbst ausgelegt werden. Gott hat nämlich überall dort, wo ein Bibelwort nicht ohne weiteres verstanden wird, dafür gesorgt, daß dieses vorerst dunkle Wort mit Hilfe anderer Schriftstellen deutlich erklärt und hell erleuchtet wird. Nur dort, wo man so einen Bibeltext mit anderen Bibelstellen (Parallelstellen) auslegt, ist wahre Schriftauslegung vorhanden. Zur Darstellung einer solch richtigen Schriftauslegung sollen folgende Beispiele aus dem prophetischen Wort Gottes angeführt werden:

 

Meere (Dan.12,11.12; Dan.7,2; Offb.13,1)        bedeuten Völkermassen: Offb.17,15; Jes.8,7.  

   

Winde (Dan.7,2; Jerem.18,17)                     bedeuten Kriegsstürme: Jerem.4,11-18.

 

Tiere  (Dan.7,3; Offb.13,1.11)                     bedeuten Weltreiche auf Erden: Dan.7,17.

 

Tage  (Offb.11,3; 12,6)                             bedeuten Geschichtsjahre: 4.Mose 14,34; Hes.4,6.

 

Ein Beispiel für falsche Schriftauslegung: Nach der Lehre der "Zeugen Jehovas" sollen die Wolken, in denen Jesus wiederkommen wird (Mtth.24,30; Offb.1,7), die letzte Trübsal darstellen, in der Jesus angeblich schon 1914 unsichtbar wiedergekommen sei. Für eine solche Auslegung, wonach Wolken eine Trübsal darstellen sollen, gibt es jedoch keine einzige Bibelstelle, weshalb diese Lehre der "Zeugen Jehovas" als Irrtum abzulehnen ist.

 

4. Alle Wahrheit muß durch mindestens 2 oder 3 Schriftzeugnisse bestätigt werden.

 

Gott hat, wie das Studium der Hl.Schrift lehrt, dafür gesorgt, daß jede Lehre durch mindestens 2 oder 3 Zeugnisse der Hl.Sehrift bestätigt und ergänzt wird. Ähnlich wie in dem von Gott angeordneten Gerichtsverfahren Israels die Wahrheit nur durch "zweier oder dreier Zeugen Mund" festgestellt werden mußte, niemals aber mit einem einzigen Zeugen über Leben oder Tod entschieden werden durfte (5.Mose 17,6; Hebr.10,28), ebenso muß auch die göttliche Wahrheit, deren Annahme oder Verwerfung ebenfalls im Gericht Gottes über Leben oder Tod entscheidet, in gleicher Weise durch mindestens 2 oder 3 Zeugnisse der Hl. Schrift bestätigt werden.

Demgegenüber ist jede Lehre, die sich nur auf einen einzigen Bibeltext gründet, der Gefahr des Irrtums unterworfen. So bezieht sich z.B. die katholische Kirche mit ihrer Behauptung, daß Petrus der 'Fels der Kirche' sei, allein auf die Stelle in Matth.16,18, wobei allerdings schon aus dem Grundtext sowie aus dem Zusammenhang mit dem übrigen Kapitel deutlich hervorgeht, daß mit dem 'Fels der Kirche' nicht der Mensch Petrus, sondern dessen geistgewirktes 'Felsenbekenntnis': "Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!" gemeint sein kann, so wie es ja auch die Kirchenväter bis ins 5.Jahrhundert (Ambrosius, Hilarius, Chrysostomus, Augustin, Cyrill und die Väter des Konzils zu Chalzedon 451 n.Chr.)übereinstimmend gelehrt hatten. Darüberhinaus beweisen aber schon - und darum geht es hier bei der 4. Grundregel wahrer Schriftauslegung - viele andere Bibelstellen in Röm.9,33;10,9-11; 1.Kor.3,11; 10,4; Eph.2,19.20, ja lehrt auch der Apostel Petrus selbst in 1.Petr.2,3-8, daß nicht er, sondern allein Jesus Christus der ewige Felsengrund und Eckstein der wahren Kirche ist. Dieses Beispiel lehrt und bestätigt somit, daß wir zur Erkenntnis der Wahrheit nicht nur eine einzige Bibelstelle, sondern mindestens 2 oder 3 in Gottes Wort für jede Lehre vorgesehene Schriftstellen heranziehen müssen.

Ein anderes Beispiel falscher Schriftauslegung ist dort zu finden, wo man die Lehre von einem 1000 jährigen Friedensreich am Ende der Welt lediglich auf eine einzige Bibelstelle in Offb.20,3 gründet. Demgegenüber lehren aber viele andere Schriftstellen in deutlicher Übereinstimmung, daß unsere sündige Welt am Ende nicht etwa mit einem 1000 jährigen Friedensreich auf Erden abschließt, sondern mit einem letzten Abfall von Gott (Matth.24,12-14; 2.Tim.3,1-5.13; 1.Tim.4,1; Offb.18,2-4) und mit einem darauffolgenden Strafgericht und Verderben aller Ungerechten (Matth.24,37-39; Zeph.1,14-18; Jerem.4,23-26; 1.Thess.5,3; 2.Thess. 1,7-10; Offb.6,15-17) zum Abschluss kommt, sodass von einem 1000 jährigen Friedensreich auf Erden am Ende der Welt keine Rede sein kann.

 

5. Den genauen Grundtext beachten

 

So kraftvoll und erbaulich die meistgebräuchliche Lutherübersetzung und ähnlich auch die katholische Allioli Übersetzung der Hl.Schrift ist, so muß man doch berücksichtigen, daß dort manche Bibelstellen ungenau übersetzt worden sind. Es wird daher empfohlen, außer den obengenannten Bibeln auch noch genauere Übersetzungen wie z.B. die "Elberfelder Bibel" oder die "Menge Bibel" heranzuziehen. Aus dem Vergleich mit diesen genaueren Bibelübersetzungen wird der wahre Grundtext der Hl.Schrift klar und deutlich erkennbar. Als Beispiele für genauere Übersetzungen aus dem biblischen Grundtext sollen nachfolgend vier Schriftstellen angeführt werden, bei denen gerade nach dem wahren Grundtext die große Bedeutung des heiligen -Zehn Gebote- Gesetzes Gottes für die Annahme oder Verwerfung des Menschen bei der nahen Wiederkunft Jesu erkennbar wird:

2.Thess.2,3-8: "Er (Christus) kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbar werde der Mensch der Sünde (genauer nach der Menge—Bibel: "der Mensch der Gesetzlosigkeit"). . . Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit (genauer nach der Elberfelder Bibel: "das Geheimnis der Gesetzlosigkeit"),und alsdann wird der Boshafte (genauer nach der Menge— und Elberfelder Bibel:"der Gesetzlose") offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und wird ihm durch die Erscheinung seiner Zukunft ein Ende machen."

Matth.13,40-42: "..so wird's am Ende der Welt gehen: des Menschen Sohn wird seine Engel senden; und sie werden sammeln aus seinem Reich alle Ärgernisse und die da Unrecht (genauer nach der Elberfelder Bibel "die das Gesetzlose") tun, und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und Zähneklappern."

Zephania 1,7.2.3: "Seid still vor dem Herrn HErrn, denn des HErrn Tag ist nahe... Ich will alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der Herr. Ich will Menschen und Vieh, Vögel des Himmels und Fische im Meer wegnehmen samt den Ärgernissen und den Gottlosen (genauer nach der Elberfelder Übersetzung: "den Gesetzlosen"); ja, ich will die Menschen ausreuten aus dem Lande, spricht der Herr."

Psalm 50, 3-5: "Unser Gott kommt und schweigt nicht. Fressend Feuer geht vor ihm her und um ihn ist ein großes Wetter. Er ruft Himmel und Erde, daß er sein Volk richte: "Versammelt mir meine Heiligen (genauer nach der Menge—Bibel: "meine Gesetzestreuen"), die den Bund mit mit gemacht haben beim Opfer."

 

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